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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 68. Band, (Jahrgang 1871)

Der  Geisterglaube  in  dem  alten  China.

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wegton  Waldes,  und  die  Töne  haben  Aehnlichkeit  mit  dem
Einklang  des  Gesanges  und  des  Blasens  der  Musikwerkzeuge.
In  dem  Zeiträume  I-lio  (405  bis  418  n.  Chr.)  zog  Siü-tao-fö
nach  dem  Süden  aus.  Er  entsandte  Menschen  mit  dem  Aufträge, ­
  Holztafeln  zur  Ausrüstung  der  Kriegsschiffe  abzuhauen.
Die  Baumgäste  machten  diese  Holztafeln  zum  Geschenk,  aber
Hessen  sich  nicht  sehen.
Die  Geschichte  der  erzählten  Merkwürdigkeiten  sagt:
In  Nan-khang  gibt  es  Geister,  deren  Name  Schan-tu  (die
Hauptstadt  des  Berges).  Dieselben  sind  gestaltet  wie  Menschen. ­
  Sie  sind  zwei  Schuh  lang,  von  schwarzer  Farbe,  rothäugig,
  ihr  Haupthaar  ist  gelb  und  bedeckt  den  Leib.  In  dem
tiefen  Gebirge  bauen  sie  auf  Bäumen  ihr  Nest.  Das  Nest  is't
von  Gestalt  gleich  den  Eiern  des  harten  Vogels.  Es  ist  drei
Schuh  hoch,  innerlich  sehr  prächtig  und  von  einem  frischen
Glanze  der  fünf  Farben.  Sie  fügen  zwei  Stücke  an  einander,
so  dass  sie  in  der  Mitte  Zusammenhängen.  Die  Menschen  des
Gebietes  sagen,  das  obere  sei  das  Wohnhaus  des  Männchens,
das  untere  sei  das  innere  Haus  des  Weibchens.  Seitwärts
bringen  sie  immer  eine  Oeffnung  an,  von  wo  sie  spähen.  Der
Stoff  ist  leer  und  leicht,  und  sie  verfertigen  einigermassen  eine
hölzerne  Röhre.  In  der  Mitte  bereiten  sie  aus  Vogelfedern
einen  Teppich.  Diese  Geister  sind  im  Stande,  sich  zu  verwandeln, ­
  und  man  sieht  selten  ihre  Gestalt.  Sie  sind  nämlich
eine  Art  Baumgäste  und  Sao  des  Berges.
Fünfzehn  Weglängen  nordwestlich  von  dem  Districte
Kung  befand  sich  ein  alter  Damm,  der  den  Namen  Damm  des
Fürsten  von  Yö  führte.  Auf  dem  Damme  war  ein  grosser  harter
Baum,  der  zwanzig  Spannen  messen  mochte.  Dieser  Baum  war
alt  und  inwendig  hohl.  Er  besass  ein  Nest  der  Schan-tu.  Im
ersten  Jahre  des  Zeitraumes  Yuen-kia  (424  n.  Chr.)  fällten
Ngai-tao-hiün  und  Tao-hiii,  zwei  Brüder  aus  dem  zur  Ordnung
gebrachten  Volke  des  Districtes,  diesen  Baum.  Sie  nahmen
das  Nest  und  kehrten  nach  Hause  zurück.  Die  Schan-tu  zeigten
sich  und  sagten  zu  den  zwei  Menschen:  Wir  wohnten  auf  dem
wüsten  Felde,  was  sollten  wir  uns  um  eure  Angelegenheiten
bekümmern?  Grosse  Bäume,  die  man  brauchen  kann,  wie  könnten ­
  sie  zählbar  sein?  Weil  sich  auf  dem  Baume  unser  Nest
befand,  desswegen  fälltet  ihr  ihn.  Wir  werden  jetzt  euer  Haus
            
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