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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 68. Band, (Jahrgang 1871)

Der  Geisterglaube  in  dem  alten  China.

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den  Boden  und  sprachen:  Wir  kleinen  Kinder  haben  nichts
geleistet.  Unser  Loos  wird  zehntausendfacher  Tod.  —  Sie
schrien  Khi  an  und  sprachen:  Deine  Söhne  und  Enkel  können
den  Vorfahr  nicht  verherrlichen,  und  du  beschimpfest  ihn  auf
diese  Weise.  Warum  schlugst  du  nicht  das  Haupt  an  den  Boden
und  entschuldigst  dich  bei  ihm?  —  Khi  war  traurig  und  erschrocken. ­
  Er  weinte  kummervoll,  senkte  das  Haupt  und  bat
wegen  seiner  Verbrechen.  Ken  schwieg.  Plötzlich  entfernte
er  sich,  und  man  wusste  nicht,  wohin  er  gekommen.
Das  von  Wang-yin  verfasste  Buch  der  Tsin  sagt:
Lieu-hung  von  Tschin-nan  Hess  durch  Khiii,  Statthalter
von  Heng-yang,  den  Sohn  des  ehemaligen  stechenden  Vermerkers
Wang-I,  das  Land  von  Kuang-tscheu  verwalten.  Als  Khiü
nach  Tschang-tscha  gelangte,  sah  er  einen  Menschen,  der  gross
gewachsen  und  in  ein  einfaches  Kleid  von  weissem  Tuche  gekleidet ­
  war.  Derselbe  hielt  in  der  Hand  eine  Tafel  und  stand
auf  der  Uferhöhe.  Khiü  besichtigte  die  Tafel,  die  besagte:  Tuling-tschi
  aus  dem  Kreise  der  Mutterstadt.  Er  liess  ihn  desshalb
  in  das  Schiff  treten  und  sprach  mit  ihm.  Derselbe  gab
an,  dass  er  das  Weitstehende  und  Ferne  ordne.  Khiü  fragte
ihn:  Du  bist  ein  Mensch  des  Kreises  der  Mutterstadt.  Um
welche  Zeit  bist  du  abgereist?  —  Jener  antwortete:  Ich  bin
diesen  Morgeli  abgereist.  ■—  Khiü  verwunderte  sich  und  fragte:
Der  Kreis  der  Mutterstadt  ist  von  hier  mehrere  tausend  Weglängen ­
  entfernt.  Wie  konntest  du  diesen  Morgen  abreisen  und
jetzt  ankommen?  —  Der  Mann  von  dem  Geschleckte  Tu  antwortete: ­
  Ich  befinde  mich  jetzt  in  dem  Himmel.  Der  Kreis
der  Mutterstadt  ist  von  diesem  mehrere  zehntausend  Weglängen
entfernt.  Wie  sollte  ich  bei  mehreren  tausend  mich  auf  halten?
Das  Buch  der  Tsin  sagt:
Tseu-tschen  führte  den  Jünglingsnamen  Jün-fu.  Derselbe
sah  einst  einen  Menschen,  der  sich  Ken-tschung-schü  nannte.
Sonst  sagte  er  nichts.  Dieses  geschah  öfter  als  einmal.  Nach
längerer  Zeit  besann  er  sich  und  sprach:  Im  Westen  des  Wohnhauses ­
  befinden  sich  gehäufte  Erde  und  zerschlagene  Dachziegel.
Unter  ihnen  ist  ein  Todter,  Namens  Ken-tschung-schü.  Ich  bin
der  Mensch  unter  der  Erde  und  den  Dachziegeln  im  Westen
des  Hauses.  —  Als  Jener  nachsah,  verhielt  es  sich  wirklich  so.
Er  liess  ihn  feierlich  auffassen  und  begraben.  Als  das  Begräb-Sitzb.
  d.  phil.-Mst.  01.  LXVIII.  Bd.  III.  Hft.  43
            
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