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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 68. Band, (Jahrgang 1871)

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P  f  i  z  ra  a  i  e  r.

Das  Buch  der  Han  sagt:
Tien-fen  war  erkrankt.  Sein  ganzer  Körper  schmerzte,  als
ob  Jemand  ihn  stiesse.  Er  rief,  dass  er  bekenne  und  entschuldigte ­
  sich  wegen  seiner  Verbrechen.  Der  Kaiser  hiess  einen
Besichtiget 1  der  Dämonen  ihn  ansehen.  Dieser  sprach:  Der
Lehensfürst  von  Wei-khi  bewacht  zugleich  mit  Hoan-fu.  Dieser
peitscht  ihn  und  will  ihn  tödten.  —  Zuletzt  starb  Tien-fen.
Das  Buch  der  späteren  Han  sagt:
Ti-U-lün  war  Statthalter  von  Kuei-ki.  Zu  den  Sitten
dieses  Landes  gehörte  es,  dass  man  gerne  übermässig  opferte.
Die  Menschen  opferten  gewöhnlich  Rinder  den  Göttern.  Die
Güter  und  die  Erzeugnisse  der  hundert  Geschlechter  wurden
dadurch  erschöpft  und  verringert.  Diejenigen,  die  das  Fleisch
der  Rinder  selbst  assen  und  es  nicht  den  Tempeln  darreichten,
wurden  krank.  Wenn  sie  sterben  wollten,  Hessen  sie  früher
die  Stimme  der  Rinder  ertönen.  Als  Lün  sein  Amt  antrat,
schickte  er  Schreiben  aus,  liess  sie  den  Districten  zukommen
und  gab  den  hundert  Geschlechtern  kund,  dass  Zauberer  und
Beschwörer  die  Götter  und  Geister  zum  Vorwand  nehmen  und
das  dumme  Volk  durch  Lügen  ängstigen.  Er  beschloss  über
sie  das  Urtheil  zu  fällen.  Später  war  alles  sofort  abgeschnitten.

Sung-kiün  war  Aeltcstcr  von  Sehin-yang.  In  diesem  Lande
war  es  Sitte,  dass  man  wenig  lernte,  aber  man  glaubte  an  Zauberer ­
  und  Dämonen.  Kiün  errichtete  daselbst  Schulen  und  verbot ­
  die  übermässigen  Opfer.  Die  Menschen  waren  hiermit
zufrieden.

Lieu-ken  besass  die  Kunst  der  Geister.  Der  Statthalter
Sse-khi  hielt  dieses  für  eine  Ungeheuerlichkeit.  Er  liess  ihn
festnehmen  und  stellte  ihn  zur  Rede,  indem  er  sprach:  Wenn
es  Geister  gibt,  kannst  du  mir  eine  Probe  zeigen.  —  Ken  sprach:
Ich  bin  ziemlich  im  Stande,  die  Geister  zum  Handeln  zu  bewegen. ­
  —  Hier  sah  er  sich  nach  links  um,  nach  rechts  pfiff
er.  Der  verstorbene  Vater  und  die  nahen  Verwandten  Khi’s,
etliche  zehn  an  der  Zahl,  befanden  sich  auf-  und  abwandelnd
vor  Khi.  Sie  wandten  sich  zu  Ken,  schlugen  die  Häupter  an
            
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