Pfizmaier.
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sie ein wenig vortrat, war sie rein weiss gleich dem glänzenden
Monde, wenn er sein Licht verbreitet. In einem Augenblicke
entstand ihr lieblicher Anblick querüber. Was ihren vollen
Schmuck betrifft, so war es Feuerglanz des Flors, Fransen von
fünffärbiger Seide, glänzende Keine, bunter Schimmer der
Streifen. — Der König sprach: Wenn es so ist, so versuche
es, sie für mich in einem bilderlosen Gedichte zu besingen.
Die Erörterungen über die Beglaubigungsmarken der Könige
sagen:
Jetzt üben die Weiber nicht die Darreichung von Speise
im Inneren. Sie lassen ruhen Seidenbau und Weberei, aber
sie beginnen zu lernen Zauberei und Beschwörung. Sie trommeln,
tanzen, dienen den Göttern, betrügen und belügen dadurch
die unbedeutenden Menschen. Sie führen irre die hundert
Geschlechter. Gattinnen und Töchter sind abgezehrt und
schwach. Die Häuser, die krank sind, tragen in dem Busen
Kummer, sind von Betrübniss erfüllt. Sie empfinden leicht
Furcht und Bangen, so dass sie selbst bewogen werden zu entlaufen.
In späterer Zeit trennen sie sich von den richtigen
Wohnhäusern, mehren und verdoppeln göttliche Strafen und
gelangen dadurch zu Untergang und Tod. Aber sie wissen
nicht, dass sie durch die Zauberer zu Grunde gerichtet
wurden und betrogen. Sie hassen dann wieder den Dienst der
Götter, aber zu spät.
In dem bilderlosen Gedichte des Königs von Tschin-sse
auf die Göttin des Lö wird gesagt:
Ich sah ein reizendes Wesen an der Grenze der Felsen.
Ich zog den Wagenführer heran und sagte zu ihm: Hast du
dort hingesehen? Was ist dort für ein Wesen, das so schön
und gross ist? — Der Wagenführer antwortete: Ich habe gehört,
die Göttin des Flusses und des Lö heisst mit Namen:
Königin Fö. Sollte es nicht sie sein, die der Gebieter und
König gesehen hat? Wie sieht sie aus? Ich möchte es gerne
hören? — Ich sprach: Von Gestalt war sie, als sie wegflog,
wie eine erschrockene Wildgans, als sie sichtbar blieb, wie ein
wandernder Drache. Blüthe und Sonnenlicht, eine Goldblume
des Herbstes, Blumen und Blätterfülle, eine Fichte des Frühlings.
Undeutlich schwebend! Wie die leichte Wolke, die den
Mond verdeckt. Wirbelnd und sich erhebend! Wie der strö-