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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 68. Band, (Jahrgang 1871)

Der  Geisterglaube  in  dem  alten  China.

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Boa,  die  Menschen  verzehrte.  Ueber  ihr  befand  sich  ein  Tempel.
Man  nannte  sie  den  Gott  des  westlichen  Gebirges.  Jedes  Jahr
stellten  die  Menschen  der  Gegend  mit  Gewalt  ein  Mädchen
neben  den  Tempel  und  bestimmten  sie  zur  Gattin  des  Gottes.
Die  Schlange  verzehrte  es  sogleich  und  schickte  sich  an,  sich
zu  entfernen.  Wenn  man  nicht  so  that,  so  störte  und  verletzte
sie  die  Menschen.  Als  das  Geschlecht  Tscheu  das  Land  Scho
beruhigte,  ward  Yü-wen-kuei,  Fürst  des  Reiches  Hiü,  der  Leiter
von  Yi-tscheu.  Er  verfasste  eine  Schrift,  in  welcher  er  sich
zum  Brautwerber  des  Gottes  erklärte  und  eine  Vermählung  zu
Stande  brachte.  Nachdem  er  den  Tag  gewählt  und  die  Musik
aufgestellt,  brachte  er  das  Bild  der  Edelsteintochter  und  gab
sie  dem  Gotte  zur  Gefährtin.  Nachdem  es  so  geschehen,  war
man  von  diesem  Uebel  befreit.
Die  Geschichte  des  Suchens  der  Götter  sagt:
Tsiang-tse-wen  stammte  aus  Kuang-ling.  Er  liebte  den
Wein  und  das  Vergnügen.  Er  sagte  immer,  seine  Knochen
seien  grün  und  er  werde  nach  seinem  Tode  ein  Gott  werden.
Gegen  das  Ende  der  Han  ward  er  Beruhiger  von  Mö-ling.  Er
verfolgte  Räuber  und  gelangte  an  den  Fuss  des  Berges  der
Weingefässe.  Die  Räuber  griffen  an,  und  er  ward  an  der
Stirne  verwundet.  Sie  lösten  das  breite  Band  und  banden  ihn
damit.  Nach  einer  Weile  starb  er.  Zu  den  ersten  Zeiten  des
früheren  Vorgesetzten  von  U  sahen  dessen  Angestellte  Tse-wen
auf  dem  Wege.  Derselbe  ritt  ein  weisses  Pferd,  hielt  in  der
Hand  weisse  Flügelfedern,  seine  Aufwärter  und  sein  Gefolge
waren  so  wie  sie  es  bei  seinen  Lebzeiten  gewesen.  Tse-wen
sprach:  Ich  soll  der  Gott  dieses  Gebietes  werden.  Errichtet
für  mich  einen  Tempel.  Wo  nicht,  so  lasse  ich  Insecten  in
die  Ohren  kriechen  und  richte  Unheil  an.  —  Der  Vorgesetzte
von  U  nannte  dieses  ungeheuerliche  Worte.  Später  drangen
wirklich  Insecten  den  Menschen  in  die  Ohren.  Die  Menschen
starben,  der  Arzt  konnte  sie  nicht  heilen.  Tse-wen  sagte  ferner:
Wenn  man  mir  nicht  opfert, 1  werden  Feuersbrünste  entstehen.
—  Dieses  Jahr  entstanden  mehrmals  Feuersbrünste.  Der  Vorgesetzte ­
  von  U  gerietli  darüber  in  Besorgniss.  Er  setzte  ihn
zum  Lehensfürsten  von  Tschung-tu  ein,  gab  ihm  das  Siegel  mit
dem  breiten  Bande  und  errichtete  einen  Ahnentempel.  Er  veränderte ­
  den  Namen  des  Berges  der  Weingefässe  und  nannte
            
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