Der Geisterglaube in dem alten China.
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Boa, die Menschen verzehrte. Ueber ihr befand sich ein Tempel.
Man nannte sie den Gott des westlichen Gebirges. Jedes Jahr
stellten die Menschen der Gegend mit Gewalt ein Mädchen
neben den Tempel und bestimmten sie zur Gattin des Gottes.
Die Schlange verzehrte es sogleich und schickte sich an, sich
zu entfernen. Wenn man nicht so that, so störte und verletzte
sie die Menschen. Als das Geschlecht Tscheu das Land Scho
beruhigte, ward Yü-wen-kuei, Fürst des Reiches Hiü, der Leiter
von Yi-tscheu. Er verfasste eine Schrift, in welcher er sich
zum Brautwerber des Gottes erklärte und eine Vermählung zu
Stande brachte. Nachdem er den Tag gewählt und die Musik
aufgestellt, brachte er das Bild der Edelsteintochter und gab
sie dem Gotte zur Gefährtin. Nachdem es so geschehen, war
man von diesem Uebel befreit.
Die Geschichte des Suchens der Götter sagt:
Tsiang-tse-wen stammte aus Kuang-ling. Er liebte den
Wein und das Vergnügen. Er sagte immer, seine Knochen
seien grün und er werde nach seinem Tode ein Gott werden.
Gegen das Ende der Han ward er Beruhiger von Mö-ling. Er
verfolgte Räuber und gelangte an den Fuss des Berges der
Weingefässe. Die Räuber griffen an, und er ward an der
Stirne verwundet. Sie lösten das breite Band und banden ihn
damit. Nach einer Weile starb er. Zu den ersten Zeiten des
früheren Vorgesetzten von U sahen dessen Angestellte Tse-wen
auf dem Wege. Derselbe ritt ein weisses Pferd, hielt in der
Hand weisse Flügelfedern, seine Aufwärter und sein Gefolge
waren so wie sie es bei seinen Lebzeiten gewesen. Tse-wen
sprach: Ich soll der Gott dieses Gebietes werden. Errichtet
für mich einen Tempel. Wo nicht, so lasse ich Insecten in
die Ohren kriechen und richte Unheil an. — Der Vorgesetzte
von U nannte dieses ungeheuerliche Worte. Später drangen
wirklich Insecten den Menschen in die Ohren. Die Menschen
starben, der Arzt konnte sie nicht heilen. Tse-wen sagte ferner:
Wenn man mir nicht opfert, 1 werden Feuersbrünste entstehen.
— Dieses Jahr entstanden mehrmals Feuersbrünste. Der Vorgesetzte
von U gerietli darüber in Besorgniss. Er setzte ihn
zum Lehensfürsten von Tschung-tu ein, gab ihm das Siegel mit
dem breiten Bande und errichtete einen Ahnentempel. Er veränderte
den Namen des Berges der Weingefässe und nannte