Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 68. Band, (Jahrgang 1871)

Der  Geisterglaube  in  dem  alten  China.

653

Plötzlich  verendete  das  Rind,  und  Ngan-jin  starb  unvermuthet.
Das  Zeitalter  glaubte,  dass  der  Gott  ihn  gestraft  habe.
Das  Buch  der  Liang  sagt:
Siao-yeu  wurde  Lehensfürst  von  Lin-jü  und  Statthalter
der  Provinz  U-hing.  Derselbe  war  von  Gemüth  zügellos.  Er
verband  sich  mit  dem  Gotte  des  Ahnentempels  des  Königs  von
Tsu  zum  Trinken  und  brachte  es  bis  zu  einem  Scheffel.  So
oft  er  Wein  einschenkte  und  das  Opfer  zu  Ende  war,  war  er
fröhlich  und  im  höchsten  Grade  betrunken.  Der  Gott  hatte
ebenfalls  die  Farbe  des  Weines.  Wenn  man  betete,  wurde  es
sicher  gewährt.  Später  wurde  Jener  stechender  Vermerker  von
Yl-tscheu.
Um  die  Zeit  empörte  sich  Tsi-keu-ni,  ein  Mensch  von
Kiang-yang.  Yen  betete  in  der  Ferne  und  bat  um  Hilfe.  An
diesem  Tage  begegnete  ein  Alter  des  Feldes  einem  einzelnen
Reiter,  der  ein  schwarzrothes  Pferd  anband.  Derselbe  kam
aus  der  östlichen  Gegend  und  fragte,  wie  viele  Weglängen  es
bis  zur  Feste  wären.  Jener  sprach:  Einhundert  vierzig.  —
Um  die  Zeit  war  es  bereits  die  neunte  Stunde  des  Tages  (drei
Uhr  Nachmittags).  Der  Reiter  erhob  die  Lanze  und  sprach:
Wenn  die  nachfolgenden  Menschen  kommen,  kannst  du  sie
heissen  die  Pferde  antreiben.  Wir  wollen  noch  den  Tag  erreichen ­
  und  die  Räuber  schlagen.  —  Plötzlich  erschienen  einige
hundert  Reiter  gleich  dem  Winde.  Ein  einzelner  Reiter  ging
hin  und  begehrte  zu  trinken.  Der  Alte  des  Feldes  fragte,  wer
sie  seien.  Jener  sprach:  Der  König  von  Tsu  in  U-hing  kommt,
um  dem  Lehensfürsten  von  Lin-jü  zu  helfen.  —  Um  diese  Zeit
stellte  man  in  dem  Ahnentempel  die  Bitte,  opfern  zu  dürfen
und  hatte  keine  Bestätigung.  Nach  zehn  Tagen  sah  man,  dass
die  Aufwärter,  die  Leibwache  und  die  irdenen  Bildsäulen  kothig
und  feucht  waren,  als  ob  sie  schwitzten.  An  diesem  Tage
brachte  Yeu  dem  Räuber  Keu-ni  eine  grosse  Niederlage  bei.
Das  Buch  der  Thang  sagt:
Das  gerechte  Heer  Kao-tsu’s  hielt  in  dem  Districte  Lingsch!.
  Sung-lao-seng,  Heerführer  von  Sui,  lagerte  in  Hö-yl  und
stellte  sich  dem  gerechten  Heere  entgegen.  Da  häufte  sich
langwieriger  Regen  durch  Decaden,  die  Umführung  der  Lebensmittel ­
  setzte  sich  nicht  fort.  Ein  weissgekleideter  alter  Vater
begab  sich  zu  dem  Tliore  des  Kriegsheeres  und  sprach:  Ich
42*
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.