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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 68. Band, (Jahrgang 1871)

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P  f  i  z  m  a  i  e  r.

verbeugte  sich  zweimal  und  empfing  die  Beglückwünschung.
In  dem  Hause  befand  sich  ein  gelbes  Schaf  und  dieses  opferte
er  ihm.  Seit  dieser  Zeit  gelangte  er  plötzlich  zu  grossem  Reichthum. ­
  Er  besass  siebenhundertmal  hundert  Morgen  Felder,
seine  Sänften,  Pferde  und  Knechte  waren  mit  denjenigen  der
Gebieter  der  Länder  zu  vergleichen.  Tse-fang  pflegte  zu  sagen  :
Meine  Söhne  und  Enkel  werden  gewiss  gross  und  mächtig  sein.
-  Mit  dem  Enkel  Tsche  war  endlich  das  dritte  Geschlechtsalter ­
  gekommen,  und  dasselbe  erfreute  sich  mannigfachen
Glanzes.  Desswegen  pflegte  man  später  an  einem  Schalttage
dem  Herde  zu  opfern  und  dabei  ein  gelbes  Schaf  darzubieten.

Puan-tschao  kam  nach  Yü-tien.  Kuang-te,  der  König
des  Landes,  war  mit  den  Ehrenbezeigungen  sehr  zurückhaltend.
Auch  war  es  Sitte,  den  Zauberern  zu  glauben.  Der  Zauberer
sagte:  Die  Götter  zürnen.  Warum  will  man  sich  zu  Han
wenden  ?  Der  Gesandte  von  Han  besitzt  blassgelbe  Pferde.
Möge  man  sie  schnell  begehren,  sie  nehmen  und  mich  sie  opfern
lassen.  —  Kuang  schickte  jetzt  einen  Abgesandten,  der  sich
zu  Tschao  begab  und  um  die  Pferde  bat.  Tschao  hatte  im
Geheimen  erfahren,  wie  es  sich  verhalte.  Er  liess  melden,
dass  er  es  gewähre,  verlangte  aber,  dass  der  Zauberer  selbst
komme  und  die  Pferde  nehme.  Nach  einer  Weile  kam  der
Zauberer.  Tschao  schlug  ihm  das  Haupt  ab  und  überschickte
es  Kuang-te.
Die  Denkwürdigkeiten  von  U  sagen:
In  dem  Districte  Lo-yang  in  Lin-hai  befand  sich  ein  Gott,
der  sich  Wang-piäo  nannte.  Derselbe  war  in  Bezug  auf  Sprache,
Essen  und  Trinken  von  den  Menschen  nicht  verschieden.  Dessen
ungeachtet  war  seine  Gestalt  unsichtbar.  Ferner  war  eine
Sclavin,  deren  Namen  Tsi-fang.  Dieselbe  entsandte  den  Leibwächter ­
  und  Buchführer  der  Mitte:  Li-thsung,  damit  er  Piao
das  Siegel  und  das  breite  Band  eines  das  Reich  stützenden
Heerführers  und  Königs  von  Lo-yang  überbringe  und  ihn  abhole. ­
  Piao  folgte  Thsung  und  trat  mit  ihm  zugleich  aus.  Auf
den  Bergen  und  an  den  Flüssen,  wo  sie  vorbeizogen,  schickte
man  sogleich  die  Sclavin,  damit  sie  mit  dem  Gotte  sicli  verständige. ­
  Als  Piao  kam,  errichtete  Kiuen  vor  dem  Thore  des
            
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