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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 68. Band, (Jahrgang 1871)

Der  Geisterglaube  in  dem  alten  China.

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auf  dem  Wege.  Jetzt  hat  der  Sohn  des  rothen  Kaisers  ihn
zerhauen.  Dabei  wurde  sie  plötzlich  unsichtbar.

Tschang-liang  lustwandelte  einst  auf  der  Erdbrücke  von
Hiä-pei.  Ein  alter  Vater  kam  zu  dem  Orte,  wo  Liang  sich  befand. ­
  Er  liess  seine  Schuhe  gerade  unter  den  Weg  fallen  und
sagte  zu  Liang:  Knabe,  gehe  hinab  und  hole  die  Schuhe.  —
Liang  holte  sie  demgemäss.  Der  Vater  blickte  ihn  lächelnd
an  und  entfernte  sich.  Liang  gerieth  in  ungewöhnlich  grossen
Schrecken.  Der  Vater  hatte  sich  eine  Weglänge  entfernt,  als
er  wieder  zurückkehrte.  Er  sprach:  Knabe,  du  kannst  belehrt
werden.  Nach  fünf  Tagen,  beim  Anbruch  des  Tages,  triff  mit
mir  zusammen.  —  Liang  war  verwundert.  Er  kniete  nieder
und  sagte:  Ja.  —  Nach  fünf  Tagen,  beim  Anbruch  des  Tages
ging  er  hin.  Der  Vater  befand  sich  schon  früher  dort  und
sprach  zürnend:  Warum  bist  du  bei  einem  alten  Menschen  zu
spät  gekommen?  Nach  fünf  Tagen  triff  wieder  mit  mir  zusammen ­
  und  komm  frühzeitig.  —  Liang  ging  um  Mitternacht
hin.  Nach  einer  Weile  kam  der  Vater  ebenfalls  und  sprach
freudevoll:  So  soll  es  sein.  —  Er  nahm  ein  Heft  Geschriebenes
hervor  und  sprach:  Wenn  du  dieses  liesest,  wirst  du  ein  Lehrmeister ­
  der  Könige  werden.  Nach  dreizehn  Jahren  möge  der
Knabe  mich  besuchen.  Ich  bin  der  gelbe  Stein  unter  den
Mauern  von  Kö-tsching  in  Thsi-pc.  —  Jener  blickte  in  das
Geschriebene.  Es  war  die  Kriegskunst  des  grossen  Fürsten.
Die  in  dem  Buche  der  Han  enthaltenen  Denkwürdigkeiten
von  dem  Erdopfer  in  den  Vorwerken  sagen:
Im  neunten  Jahre  dos  Fürsten  Wen  von  Thsin  sagte
Hoe-jö-sclü:  Der  Tempel  der  Feste  der  nördlichen  Bergwand
von  Tschin-thsang,  sein  Gott  kommt  manchmal  durch  ein  Jahr
nicht  herbei.  Manchmal  kommt  er  in  einem  Jahre  mehrmals.
Wenn  er  kam,  glänzte  er  in  der  Nacht  wie  Sternschnuppen.
Er  kam  aus  der  östlichen  Gegend  und  setzte  sich  auf  die  Feste
des  Tempels  w'ic  männliche  Fasanen.  Seine  Stimme  war  volltönend ­
  und  sagte:  Das  Feldhuhn  singt  in  der  Nacht.
            
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