Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 68. Band, (Jahrgang 1871)

644

P  fizmaier.

Der  Gebieter  des  südlichen  Meeres  führt  den  Geschlechtsnamen
Schi  (sehen).  Sein  Name  ist  Tsclii  (roth).  Seine  Gemahlin
führt  den  Geschlechtsnamen  I  (Federfächer).  Ihr  Name  ist
Yi-liao  (rnüssig  und  leer).  Der  Gebieter  dos  westliches  Meeres
führt  den  Geschlechtsnamen  Keu-ta  (Grösse  des  Abschnittes).
Sein  Name  ist  Khieu-pe  (das  Hundert  der  Erdhügel).  Seine
Gemahlin  führt  den  Geschlechtsnamen  Ling  (reingeistig).  Ihr
Name  ist  Su-kien  (die  ungeschmückte  Schreibtafel).  Der  Gebieter ­
  des  nördlichen  Meeres  führt  den  Geschlechtsnamen  Schi
(recht).  Seine  Name  ist  Yü-tschang-li  (Gasse  des  Vorhangs  des
Königs  Yü).  Seine  Gemahlin  führt  den  Geschlechtsnamen  Ke
(knüpfen).  Ihr  Name  ist  (Pflanze)  Lien-kiao.
Der  Fürst,  der  Aclteste  dos  Flusses,  führt  den  Namen
Tse  (Sohn).  Seine  Gemahlin  führt  den  Geschlechtsnamen  Fing
(sich  verlassen).  Ihr  Name  ist  I-kiün  (gemächlicher  Gebieter).
Die  Namen  der  Götter  der  vier  Meere  und  des  Flusses  kann
man  zugleich  erbitten.  Wenn  man  sie  ruft,  wirft  man  die  Luft
der  Dämonen  zurück.
Der  Gott  des  Haupthaares  führt  den  Namen  Scheu-tschang
(der  Aclteste  der  Langjährigkeit).  Der  Gott  des  Ohres  führt
den  Namen  Kiao-niü  (die  zarte  Tochter).  Der  Gott  des  Auges
führt  den  Namen  Tschü-yang  (der  Perlenglanz).  Der  Gott  der
Nase  führt  den  Namen  Yung-lu  (Ofen  der  Tapferkeit).  Der
Gott  der  Zähne  führt  den  Namen  Tan-tschü  (das  Hellroth  des
Mennigs).  Wenn  man  sich  in  der  Nacht  niederlegt  und  ihn
ruft,  hat  man  Kümmerniss.  Auch  wenn  man  ihn  sogleich  ruft,
geht  man  neunmal  hinüber  zu  bösen  Dämonen  und  wird  zurückgeworfen. ­

Das  Buch  der  Han  sagt:
Kao-tsu  wandelte  nächtlich  in  einem  Sumpfe.  Er  sah
eine  grosse  Schlange  auf  dem  Fusswege.  Er  trat  vor,  zog  das
Schwert  und  zerhieb  die  Schlange.  Später  kamen  Menschen
und  gelangten  zu  dem  Orte,  wo  die  Schlange  sich  befunden
hätte.  Sie  sahen  ein  altes  Mütterchen,  das  in  der  Nacht  wehklagte. ­
  Die  Menschen  fragten  sie,  warum  sie  wehklage.  Das
Mütterchen  sprach:  Ein  Mensch  hat  meinen  Sohn  getödtet.  —
Die  Menschen  sprachen:  Wie  kam  es,  dass  der  Sohn  des
Mütterchens  getödtet  ward?  —  Sie  sprach:  Mein  Sohn  ist  der
Sohn  des  weissen  Kaisers.  Er  verwandelte  sich  in  eine  Schlange
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.