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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 68. Band, (Jahrgang 1871)

Die  Bibliotheken  Piemonts.

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welcher  sich  auf  der  Vaticana  in  cod.  5766  (vgl.  i  474)  hundert ­
  Blätter  finden.  Die  Turiner  Blätter  waren,  wie  A.  Peyron
sah,  ebenfalls  palimpsest  und  enthielten  Fragmente  des  Codex
Theodosianus.  Vgl.  Peyron  1.  c.  155  und  seine  Ausgabe  Codices ­
  Theodosiani  fragmenta  inedita  1823  p.  18.  Wie  mir  die
Bibliothekare  versicherten,  sind  dieselben  verloren  gegangen.
Aus  Peyrons  Angabe  Tecens  scriptura  refert  collationes  patrum,
  sic  conlationes  Ab.  Pafnutii,  tum  illas  Ab.  Danilielis,  in
quibus  sermo  est  de  tribus  abrenuntiationibus  de  concupiscentia
carnis  et  Spiritus'  geht  hervor,  dass  die  Turiner  Blätter  Bruchstücke ­
  der  dritten  und  vierten  conlatio  enthielten  und  demnach
in  der  Cassianushandschrift  vor  die  Vaticanischen  Blätter,  die
mit  conl.  4,  12  beginnen,  gehörten.

Cassiodobii  (?)  pcmegyrici.
a.  II.**  membr.  4.  foliorum  7.  saec.  VII—VIII.
Angelo  Mai  fand  in  einer  Bobienser  Handschrift,  dem
Ambrosianus  Gr.  58.  Sup.  (siehe  oben  S.  88),  zwei  Blätter,
Fragmente  von  Panegyrici  enthaltend,  als  deren  Verfasser  er
zuerst  Symmachus,  dann  Cassiodorius  annahm.  Zwei  andere
Blätter  desselben  alten  Codex  entdeckte  A.  Peyron  in  Turin
und  veröffentlichte  sie  1.  c.  182  sqq.  Ebendaselbst  fand  Baudi
di  Vesme  noch  fünf  dazu  gehörige  Blätter  und  vereinigte
alle  bis  dahin  gefundenen  Fragmente  in  der  Abhandlung  Frammenti
  di  orazioni  panegirichi  di  Magno  Aurelio  Cassiodoro  Senatore
  (Memorie  della  R.  accad.  delle  scienze  di  Torino,  Serie
ii  Tom.  viii  scienze  mor.  stör,  e  filolol.  Torino  1846.  S.  169  ff.).
Eine  Revision  der  Vesmischen  Lesung  wird  noch  manches  Neue
zu  Tage  fördern,  wie  sich  mir  bei  einer  flüchtigen  Vergleichung
ergab.  So  steht  S.  199  Z.  2  mulieresque  ociosas  S.  202  Z.  17
glaubte  ich  nach  eiusdem  zu  lesen  senatoris:  auf  jeden  Fall
enthielt  die  Zeile  den  Titel  eines  neuen  Panegyricus,  wie  die
Schnörkel  am  Ende  derselben  und  die  Initiale  am  Anfang  der
folgenden  zeigen  >.  S.  203  Z.  6  am  Ende  liest  man  deutlich
futuris  sae.

1  Am  Schlüsse  von  Z.  16  ist  wohl  inc  dictio  (inedic  .  .  .  Vesme)  zu  lesen
            
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