Die Bibliotheken Piemonts.
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welcher sich auf der Vaticana in cod. 5766 (vgl. i 474) hundert
Blätter finden. Die Turiner Blätter waren, wie A. Peyron
sah, ebenfalls palimpsest und enthielten Fragmente des Codex
Theodosianus. Vgl. Peyron 1. c. 155 und seine Ausgabe Codices
Theodosiani fragmenta inedita 1823 p. 18. Wie mir die
Bibliothekare versicherten, sind dieselben verloren gegangen.
Aus Peyrons Angabe Tecens scriptura refert collationes patrum,
sic conlationes Ab. Pafnutii, tum illas Ab. Danilielis, in
quibus sermo est de tribus abrenuntiationibus de concupiscentia
carnis et Spiritus' geht hervor, dass die Turiner Blätter Bruchstücke
der dritten und vierten conlatio enthielten und demnach
in der Cassianushandschrift vor die Vaticanischen Blätter, die
mit conl. 4, 12 beginnen, gehörten.
Cassiodobii (?) pcmegyrici.
a. II.** membr. 4. foliorum 7. saec. VII—VIII.
Angelo Mai fand in einer Bobienser Handschrift, dem
Ambrosianus Gr. 58. Sup. (siehe oben S. 88), zwei Blätter,
Fragmente von Panegyrici enthaltend, als deren Verfasser er
zuerst Symmachus, dann Cassiodorius annahm. Zwei andere
Blätter desselben alten Codex entdeckte A. Peyron in Turin
und veröffentlichte sie 1. c. 182 sqq. Ebendaselbst fand Baudi
di Vesme noch fünf dazu gehörige Blätter und vereinigte
alle bis dahin gefundenen Fragmente in der Abhandlung Frammenti
di orazioni panegirichi di Magno Aurelio Cassiodoro Senatore
(Memorie della R. accad. delle scienze di Torino, Serie
ii Tom. viii scienze mor. stör, e filolol. Torino 1846. S. 169 ff.).
Eine Revision der Vesmischen Lesung wird noch manches Neue
zu Tage fördern, wie sich mir bei einer flüchtigen Vergleichung
ergab. So steht S. 199 Z. 2 mulieresque ociosas S. 202 Z. 17
glaubte ich nach eiusdem zu lesen senatoris: auf jeden Fall
enthielt die Zeile den Titel eines neuen Panegyricus, wie die
Schnörkel am Ende derselben und die Initiale am Anfang der
folgenden zeigen >. S. 203 Z. 6 am Ende liest man deutlich
futuris sae.
1 Am Schlüsse von Z. 16 ist wohl inc dictio (inedic . . . Vesme) zu lesen