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Schulte.
des Johannes entnommen; sie einzeln nachzuweisen ist offenbar
unnöthig
Merkwürdigerweise gibt sich unser Autor trotz der colossalen
Benutzung von Johannes nicht gerade als seinen Anhänger
zu erkennen, weil er ihn nicht nur wiederholt, wie
schon die angeführte Stelle beweist, kritisirt, sondern sich in
einen gewissen Gegensatz zu ihm stellt, wenn er sagt:
zu c. 29. D.IV. de cons. Fol. 283 b . ,ex quibus videtur,
sicut magistro Jo. et sequacibus suis/
C. XXX. q. 4. Fol. 242". ,Jo. et eius sequaces dicunt
ita/
Viele Citate bezwecken lediglich dessen Meinung zu widerlegen,
z. B. die Fol. 80", 158", 176" und die drei zuletzt angeführten
nebst andern. Mir scheint, das öftere und ausdrückliche
Citiren von Johannes hat vorzüglich darin seinen Grund,
dass er solche Stellen als dessen eigene Meinung anführt,
während er die stillschweigend herübergenommenen als
von Anderen herrührend gewissermassen als literarisches Gemeingut
ansieht. Bei vielen Stellen trifft dies unbedingt zu,
um so mehr, als eben Johannes den grössten Theil seines
Werkes lediglich compilirt hat, ebenso Rufin und Stephan aus
Paucapalea und Rolandus entlehnen. Da ich aber für diesen
Zweck nicht alle Stellen verglichen habe, noch auch vergleichen
konnte, indem ich nur von einigen Werken selbst
gemachte Copien besitze, die anderen nicht mehr zur Hand
habe, will ich meine Ansicht nicht als eine sichere hinstellen.
6.
Neben Johannes ruhet diese Summe vorzüglich auf der
des Gandulphus. Wie weit aber dieser Canonist dem Autor
Material geliefert hat, kann ich nicht sagen, weil dessen Summe
mir bisher nicht bekannt geworden ist und ich eben so wenig
1 Maassen, Beiträge S. 27, erwähnt schon, dass Cod. lat. Monac. 10244
(Pal. M. 244) Glossen des Joh. Fav. enthalte und auch H u g n c c i o solche
anführe. Ich kenne verschiedene Handschriften des Decrets, welche die
Glosse des Joh. Fav. haben, die meisten Cod. Trevirensis (Stadtbibi.)
906, mbr Fol. s. XIII., dann Bamb. P. I. 16. mbr. Fol. s. XIII. Ersterer
ist für die Glossen des Decrets einer der wichtigsten; ich habe ihn
eingehend untersucht.