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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 68. Band, (Jahrgang 1871)

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Ilartol.

betreffenden  Endung  ausgefallen  ist?  Ueber  Tpwc  Sp.w;  Mfvu?
vergl.  Curtius,  Erläut. 2  53.  Ein  Spirant  ist  nemlich  auch
da  im  Spiele,  wo  das  sogenannte  Umspringen  der  Quantität
stattfindet.  Kpcvföäo  und  Kpovßsw  setzen  ein  Kpovßäyo  oder  älteres
Kpovßao/o,  -ÖAyjo;  und  ^oXeto?  ein  TiiXsjioc,  ßaciXija  und  ßaciXeä
ein  ßaatXsFa,  Xaö;  und  Xe  du;  ein  Xaro?  voraus.  Und  da  sichere
Fälle  anderer  Art,  wo  dieser  Quantitätswechsel  ohne  Hilfe
eines  Spiranten  sich  vollzieht,  nicht  vorliegen,  bin  ich  geneigt,
das  F  und  j  mit  Delbrück  (Stud.  II  193  ff.)  lieber  als  einen  wesentlichen ­
  Factor  in  diesem  Process  anzusehen,  als  mit  Curtius
(Stud.  III  398)  hierin  ein  gleichgiltiges  Element  zu  erblicken.
Die  Spiranten  verlängern,  indem  sie  sich  vocalisiren,  entweder
den  vorausgehenden  oder  den  nachfolgenden  Yocal,  je  nachdem
sie  vocalisirt  mit  dem  ersteren  oder  letzteren  Contraction  eingehen,
  d.  h.  die  Vocalfarbe  dieses  oder  jenes  annehmen.  Nur
im  Anlaut  der  Wörter  waltet  die  Neigung  vor,  den  folgenden
Vocal  zu  verlängern,  so  in  säXwv,  e^voavov,  ewpwv,  «!>Xtciv,  etbp--fsiv,
  ewxe'.v,  £(i)vo-/6t'.  aus  e-F&Xow,  d-cFavoavov  u.  s.  w.,  selbst  wo
dieser  folgende  Vocal  lang  war.  Hier  überall  eine  ältere  Bildung, ­
  fjopwv  rjaXwv,  aus  welcher  durch  Metathesis  die  Quantität
«jjpwv  saXwv  geworden  wäre,  vorauszusetzen,  ist,  da  in  der
Ueberlieferung  keine  sichere  Spur  derselben  erhalten  ist,  kühn
und  kann  dafür  ewpTailov,  worauf  sich  Curtius  stützt,  kaum
beweisen.  ,Wie  soll  man  z.  B.  swpta^ov  anders  erklären,  als
durch  Umspringen  aus  irjipraljov  ?  Das  Augment  ist  ein  Element
des  Anlautes,  es  muss  ursprünglich  in  diesem  seinen  Sitz  gehabt ­
  haben.  Wer  süpra^ov  direct  aus  *efopxa.^ov  erklärt,  bezeichnet
damit  den  Unterschied  zwischen  dem  w  des  Imperfects  und
dem  o  des  Präsens  als  einen  rein  zufälligen,  während  er  bei
jener  Annahme  ein  bedeutsamer  ist‘,  Curtius  a.  a.  O.  399.
Aber  wissen  wir  denn  so  sicher,  dass  das  Präsens  nur  sop-Äw,
nicht  auch  optociico  gelautet  habe,  wie  ja  neben  sopinj  die  Form
6pr<5,  woraus  jenes  doch  wohl  durch  Fs-Fop-nj  geworden  (vergl.
Sonne,  Zeitschr.  f.  vergl.  Spr.  XIII.  442),  vorliegt?  Und  wenn
wir  von  sFop-railü)  ausgehen,  ist  nicht  die  Nichtdehnung  im  Präsens ­
  und  die  Dehnung  im  Imperfect  für  die  Differenzirung
der  Bedeutung  mit  bezeichnend?  Degen  unsere  Annahme
sprechen  die  Formen  vjur/.ov  d*  332,  8  247  (neben  siuy.ov  1321,
X363),  8  796  (neben  eixtc  V  107),  -^eioeu;  X  280,  -^efost  1206,
            
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