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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 68. Band, (Jahrgang 1871)

Homerische  Studien.

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wenn  man  von  einem  halben  Dutzend  nichts  entscheidender
Stellen  wie  äcGjp  6k  absieht,  nur  die  Hälfte.  Die  feste  postpositive ­
  Stellung  rechtfertigt  Hoffmann’s  Bemerkung:  iam  cum
in  antiquiore  poesi  talis  productiö  in  usu  esset,  accepit  eam
ettam  Homerus,  quem  constat  raro  a  formulis  quibusdam  recedere,
und  muss  uns  abmahmen,  was  sich  etwa  von  dem  Anlaut  des
66?  sagen  lässt,  sofort  der  ganzen  Sippe  zu  vindiciren.  Mit
Berufung  auf  die  von  Ross  (Alte  lokr.  Inschrift  von  Chaleion
  oder  Oeanthea,  Leipzig  1854)  edirte  lokrische  Inschrift,
welche  Z.  6  rcxs  bietet,  glaubt  man  bei  dem  Pronomina]stamm
und  demnach  bei  6k  den  Verlust  eines  Digamma  annehmen  zu
dürfen.  Dies  Zeugniss  aber  verliert  jeglichen  Werth  durch
die  Kirchhoff’sche  Datirung  dieser  Urkunde,  wonach  sie
nicht  lange  vor,  vielleicht  sogar  nach  dem  Anfang  des  peloponnesischen
  Krieges  zu  setzen  ist  (Studien  zur  Gesch.  des
gr.  Alph.  2.  Aufl.  93).  Das  aus  dem  lebendigen  Sprachgefühl
entschwindende  Digamma  hat  sich  nicht  blos  dies  eine  Mal
irrthümlich  eingeschlichen.  Alle  Wahrscheinlichkeit  hat  die
von  Curtius  zuerst  (Philol.  III  8)  aufgestellte  Ansicht,  dass
w?  einmal  mit  j  angelautet  habe,  so  dass  also  dieses  dem  sanskritischen ­
  jd-t  (wie)  genau  entspricht  (vergl.  Gz.  nr.  GIß,  Christ.
Griech.  Lautl.  153  ff.,  Scherer  a.  a.  0.  383).
Nicht  so  häufig  wie  vor  w?  finden  wir  kurze  Silbe  lang
gemessen  vor  syw,  das  sein  anlautendes  er  theils  unversehrt  erhalten ­
  (scr/cv)  theils  in  deutlichen  Spuren  erkennen  lässt  (Yiyov).
Wir  gedachten  des  anlautenden  Consonanten  bereits  bei  yap
s/ov  T49  und  pöyic  iyp'i  X412.  Hieher  gehören:  Oap.se?  e'/ov
K264,  xevxpvjvsxia?  eycv  E  752  —  0  396(4),  epuyp.vjAov  iyivqv
A580,  ßeXo?  i-/e-£'jx.ec  A51  =  A129  (und  doch  lag  nahe  ßeXo?
xspixeuxe?  A  845).  Auch  in  cüvsyiq  M26,  174  (Ides.  Th.  636)
und  xapey;/]  xll3  macht  sich  das  s  fühlbar.
Wenn  die  früher  entwickelte  Ansicht  richtig  ist,  dass
avjp  digammirt  war,  so  erledigt  sich  xuve?  aväpec  ts  P  65  (4),
•/.exXtp.evo?  dvopoxp/j-u  A371  und  bei  dem  in  hohem  Grade  wahrscheinlichen ­
  Zusammenhänge  zwischen  dvjp  und  dvOptnxo?  (vergl.
Curtius  Gz.  nr.  422  und  S.  456)  auch  -epr/.-nova?  dvOptl'xoo?
ß65(5),  xoXucxepea?  dvOpwxou?  X365(5)  und  p.epoxe?  avOptoxot  X288
(5),  drei  Kürzen,  die  an  dieser  Versstelle  ziemlich  vereinzelt
wären.
            
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