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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 68. Band, (Jahrgang 1871)

Homerische  Studien.

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sich  clen  Platz  verweigert,  und  können  wir  die  Frage  so  formuliren:
  warum  verträgt  die  zweite  Kürze  des  Daktylus,  von
dem  auch  hierin  exceptionellen  ersten  Fuss  abgesehen,  so  durchaus ­
  nicht  eine  lautliche  Verstärkung,  wie  sie  nun  einmal  in
nicht  abzuleugnender  Weise  durch  gehäufte  Consonanfen  gegeben ­
  ist?  Es  spräche  sich  hierin  eine  Neigung  des  griechischen
Hexameters  aus,  welche  der  des  deutschen  entgegenstünde.
Bei  diesem  ist  durch  Messungen  constatirt,  dass  in  der  ersten
Hälfte  ,die  zweite  Kürze  des  Daktylus  eine  Neigung  hat,  sich
auf  Kosten  der  ersten  zu  verlängern'  (Brücke  52).
Wie  dem  nun  auch  sei,  die  Consonantenhäufung  in  der
Thesis  muss  sehr  fühlbar  gewesen  sein,  wie  daraus  hervorgeht,
dass  dieselbe  an  beiden  Stellen  eines  und  desselben  Verses
nur  zweimal  sich  findet  (•/.  354  vj  3’  sTspyj  TtpoiräpoiOs  Gpovoiv  et£-Tcave
  Tpa-suac  und  x.438  =  452  aü-rap  giteixa  Opovouc  TCepowtXXia;
■r t ok  xpaTtitpo),  und  noch  mehr  daraus,  dass  man  es  sichtlich
vermied,  den  durch  die  Consonanten  bedingten  grösseren  Zeitverbrauch ­
  noch  durch  Interpunction  zu  steigern,  so  gerne  diese,
wie  wir  sahen,  gerade  mit  der  trochäischen  Caesur  des  dritten
Fusses  sich  verbindet.  Nur  12  Verse  dieser  Art  begegnen,
darunter  9  mit  schwacher,  zum  Theil  sehr  schwacher  Interpunction ­
  (1214,  A  119,  N  799,  P598,  X'476,  X527,  a  85  =  116
=  ?308,  t567,  301),  2  mit  stärkerer  (M95  ule  Söw  Wy.iyi.v.y
xpiTOc  3’  rjv  ’'A<noc  rjpuq  und  P  545  supavöOev  y.xxaßäcra-  -poijzs  yap
eupuo-a  Zsü;);  ganz  vereinzelt  stünde  der  Vers  A  697  eTXerci.  y.piväp.svo?
  xptyjxidi’  yjos  vop/pap,  wenn  das  Komma  nicht  besser  fehlte.
Die  Caesur  des  dritten  Fusses  nach  der  Arsis  und  wie
sie  die  Caesuren  nach  den  Arsen  der  anderen  Fiisse  vertragen
jede  Consonantenhäufung.  Wenn  aber  Interpunction  hinzutritt,
ist  die  Neigung  vorhanden,  die  Umgebung  möglichst  zu  erleichtern. ­
  Die  früher  ausgeschriebenen  Verse  H13.  15  (xXfan|$,
und  üxepOüp.ou?-  speptwre)  repräsentiren  die  gewöhnliche  Gestaltung, ­
  mit  welcher  ein  Fall  wie  NI21  xrjSs  |j.eÜ^p.oc7Üvy)'  ahV
gleichwerthig  ist.  Eine  grössere  Belastung  zeigt  uns  3  10  y-Xtafo],
öpdtyup^Seop  und  die  grösste  351  Xp'Jödryr  imXnval,  indem  zu  der
an  sich  zur  Ausfüllung  der  Arsissilbe  genügenden  Länge  im
ersten  Falle  zwei  leichter  sprechbare  und  darum  manchmal
nicht  Position  bildende,  im  anderen  Falle  zwei  schwere  regelmässig ­
  Position  bildende  Consonanten  hinzutreten.  Die  Stimme
            
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