Homerische Studien.
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Nur eine Art jener Consonantenhäufung, die uns liier interessirt,
fehlt; wir finden ein Beispiel 351:
xaXvjv ^puaefyy raXicval o’ aTOiuxrov eepaai.
Die trochaeischo Caesur, von der wir ausgehen wollen,
ist entweder so gestaltet, wie sie v. 12 zeigt, oder es folgt auf
voealiscli auslautende kurze Silbe consonantisch anlautende
kurze wie E 48 xeivo? tw; ayopeue- za ov^, oder es gerathen zwei
Vocale aneinander wie E6 ei? 3 xs Ospga Xos-pä eu-Xöxap.o? (die
reichste Sammlung hiefür gieht La Roche in der Zeitschr. f. öst.
Gymn. 18(50 , 749 ff.)- Da letzteres nirgends so oft als in
dieser Caesur der Fall ist, kann man hierin eine für die Pause
ebenso beweisende Thatsache erkennen, wie in der Häufigkeit
der Interpunction an dieser Stelle. Denn der Hiatus oder die
Lücke hat fast einen etwas grösseren Zeitwerth als ein einzelner
Consonant, indem vor dem anlautenden Yocal vollkommener
Kehlkopfverschluss, den das Griechische mit dem
Spiritus lenis andeutet, gebildet wird; dafür bietet die Caesur
hier und nach dem 4. Fuss die beste Zeit. Diese verschiedenen
Lautcomplexe liegen uns hier fern, wo wir den Einfluss
der Consonantengruppen in der Thesis untersuchen. Es kann
nur ein Fall von Consonantenhäufung in Betracht kommen,
Muta mit Liquida, die, wie früher bemerkt wurde, in weit
überwiegender Zahl Position bilden. An welchen Stellen des
Verses bilden sie nicht Position? Diese Frage haben sich jene
nicht vorgelegt, welche in fleissiger Sammlung die Wörter
zusammenbrachten, an denen Muta mit Liquida nicht Position
bilden (Spitzner, De versu Gr. heroico 88 ff-, La Roche Hom.
Unters. 10 ff.); und doch gieht es auf die nicht unnütze
Frage eine bestimmte Antwort. Die Positionsvernachlässigung
ist an zwei Thesen geknüpft, an die erste Kürze des dritten
und die erste Kürze des fünften Fusses; z. B. w? oi p.sv xoiaura
TC P 0 ? aXXijXou? ayöpeuov und xai p.tv cptovvfca? eitea TCtsposvxa 7tpoav)6Sa.
Die erste Form findet sich in den beiden Gedichten 202-, die
andere 278mal. In anderen Regionen des Verses begegnet das
vereinzelt, nämlich je 25mal nach der ersten Thesis des ersten
und zweiten Fusses (e292 X £ P a ' 1 tpfaivav eXcfiv und 3506 aurix’
raeixa xpt'aivav eXiiiv), 18mal nach der zweiten Thesis des ersten
Fusses ("Exxopa RptapiSvjv), 4mal nach der zweiten Thesis des
zweiten Fusses (1382, 3127, 0 92, v 324), 2mal nach der zweiten
Sitzb. d. phil.-hist. CI. LXV1II. Bd. III. Hft. 29