Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 68. Band, (Jahrgang 1871)

Homerische  Studien.

421

minder  die  auf  Contraction  beruhenden  Dative  |>:l\v.  v299,  W  315.
316.  318;  xvi)<ro  A640;  ydtm  'I'öOO,  welche  in  der  Thesis  lang
erscheinen  (vepsacu  Z335  findet  sich  amVersschluss,  OAi  2  407
in  der  Arsis  vor  x).  Was  aber  folgt  daraus,  dass  diese  Dative
ihr  nicht  blos  in  der  Hauptcaesur  vor  folgendem  Vocal  lang
behaupten?  ,Intelligitw  firmiorem  esse  dativi  Utteram  </  bemerkt ­
  Hoffmann  I  164,  und  Festigkeit  bewährt  sich  in  dem
Widerstande  gegen  die  Elision  (vergl.  Lehrs,  Quaest.  ep.  47
ff.)  und  der  häufigen  Zulassung  des  Hiatus  (Hoffmann  I  83,
La  Roche  a.  a.  0.  111  ff.).  Aber  wir  dürfen  diese  Festigkeit, ­
  wie  wir  es  für  unsere  Fälle  brauchen,  näher  charakterisiren
  als  Länge.  So  lange  man  nicht  ähnliche  Stellen  beibringen
  kann,  wo  anerkannt  kurzer  Vocal  vor  folgendem  Vocal
lang  gebraucht  wird  —  und  das  ist  unmöglich  —,  folgt  mit
zwingender  Nothwendigkeit  aus  den  angeführten  Versen  die
ursprüngliche  Länge  des  dativischen  t.  Dieser  Schluss  würde
gar  nichts  von  seiner  Sicherheit  verlieren,  wenn  wahr  wäre,
was  Düntzer  a.  a.  0.  359  behauptet,  dass  ,die  vergleichende
Sprachwissenschaft  gerade  die  Kürze  nachweist'  (vergl.  Düntzer ­
  in  der  Zeitsch.  f.  vergl.  Spr.  XVII  46  ff.,  Schleicher,
Comp. 2  567.  572,  Gerland,  Altgriech.  Dativ  61).  Aber  die
Sache  ist  nicht  ausgemacht,  es  ist  durchaus  nicht  unzweifelhaft, ­
  dass  im  Griechischen  der  Locativ  mit  seinem  kurzen  t
so  durchgängig  als  Dativ  fungire.  Corssen  bemerkt  I 2  733:
,Der  italischen  Dativendung  -ei  von  consonantisclien  und
./-Stämmen,  die  sich  im  Lateinischen  zu  einblütigem  -ei,  zu  -e
und  später  zu  -I  trübt,  im  Oskischon  zu  -ei,  einmal  auch  zu  -i,
das  heisst  ebenfalls  zum  Mittellaut  zwischen  -e  und  -i,  im
Umbrüchen  zu  -e  und  -i  (A.  K.  Umbr.  Sprd.  I.,  122.  127)
entspricht  im  Sanskrit  die  Endung  -e,  zunächst  entstanden  aus
-cd  ....  Wenn  andere  indogermanische  Sprachen,  namentlich
die  griechische,  diese  Dativform  nicht  kennen,  so  kann  das
unmöglich  ein  zureichender  Grund  sein,  jene  italischen  Dativformen ­
  von  den  lautlich  ihnen  genau  entsprechenden  altindischen ­
  und  altbaktrischen  loszureissen,  den  consonantisclien  und
den  /-Stämmen  der  italischen  Sprachen  alle  echten  Dativformen
abzusprcchon,  für  die  /-Stämme  derselben  anstatt  einer  echten
Dativform  eine  Locativform  auf  -aj-i,  -ej-i  anzusetzen,  von  der,
abgesehen  von  der  iii  Rede  stehenden  Dativendung  ei,  nirgends
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.