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gen verwerthen zu dürfen. Indem wir die Frage bejahen,
legen wir den Griechen eine sie vor Anderen auszeichnende
Eigenschaft bei. Aber ist es nicht eine Thatsache, dass die
romanischen und slavischen Nationen uns Deutschen mit demselben
Vorzüge eines empfindlicheren Organes gegenüberstehen?
Und ist es nicht gerade das Gehör, das sich bei Völkern auf
früheren Culturstufen der feinsten Entwickelung erfreut?
(vergl. Scherer a. a. O. 88). Uebrigens sind wir hier in
der günstigen Lage, Argumente nicht blos aus solchen Allgemeinheiten
herholen zu müssen. Wir können noch das griechische
und lateinische Gehör vergleichend prüfen an der verschiedenen
Behandlung der Consonantengruppen. Ich habe
natürlich einerseits Homer, andererseits die von fremden Einflüssen
verhältnissmässig noch wenig berührte Plautinische
Prosodie im Auge, die, je weiter die Forschung vordringt, um
so deutlicher als treuestes Abbild der volksmässigen Aussprache
erkannt wird; im Laufe der Zeit und in verschiedenen
Dichtungsarten treten in griechischer und lateinischer
Sprache wesentliche Veränderungen ein.
Mit der Bewältigung zweier Consonanten ist ein merklicher
Zeitaufwand verbunden; je schwieriger sich der Uebergang
von dem einen zum anderen gestaltet, desto mehr Zeit
wird verbraucht und diese kommt dem vorausgehenden Vocal
zugute. Nun ist das grösste Quantum an Zeit erforderlich, um
zwei Verschlusslaute nacheinander oder eine Muta hinter einer
Licpiida zu sprechen. Dies scheint auf den ersten Blick auffällig,
da ja den Verschlusslauten, namentlich den tonlosen p
t, k, bei ihrer momentanen Explosion fast gar keine Dauer
innewohnt. Aber nicht die Zeit, welche der Eindruck auf das
Ohr andauert, ist entscheidend für das Ausmass, sondern jene,
welche zur Bildung des Verschlusses beansprucht wird (Brücke
a. a. 0. 71). Naturkurze Vocale, auf welche solche Gruppen
folgen, sind im Griechischen durchweg als Längen gefühlt
und behandelt worden. Allerdings finden sich bei Homer einige
Ausnahmen; so e237, 1391 Kürze vor roeirapvöv, E77 und lfimal
vor Szagavopoc, (auch Ties. Th. 345), B634 und 5mal in der
Odyssee vor Zäy.uvOo? (auch Hymn. I 429, vergl. nemorosa Zacynthus
Aen. III 270), 11824, A103. 121 vor ZsXsia; bei 'Icnrtai'a
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