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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 68. Band, (Jahrgang 1871)

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Hartei.

Nun  finden  sich  mit  Ausnahme  von  2  Stellen  (’Apxsj/iSi  und
avBpE  txiXv)),  wo  die  Dative  keiner  weitei'en  Stütze  bedürfen,
nur  harte  Vocale  und  zwar  in  der  überwiegenden  Mehrzahl
a  vor  dem  r.  Ein  rasch  zusammengesprochenes
mochte  einem  aFia/oi  nahe  genug  -anklingen,  um  sein  ar  oder
au  dem  Vers  als  Länge  einzureihen.  Der  homerische  Vers  zeigt
übrigens  noch  manche  Eigenthiimliclikeiten,  die  in  der  veränderlichen ­
  Natur  der  Spiranten  ihren  Sitz  haben.  Ueber  den  Einfluss ­
  der  vocalisirten  Spiranten  auf  die  Quantitätsverhältnisse
der  benachbarten  Silben  finden  sich  werthvolle  Andeutungen  in
Leo  Meyer’s  V.  Gr.  I  308  und  besonders  bei  Delbrück  in
Curtius’  Stud.  II  195  ff.;  wir  werden  darauf  noch  zurück
kommen.
Ziehen  wir  aus  den  gemachten  Betrachtungen  das  Facit,
so  muss  man  zugestehen,  dass  für  eine  Anzahl  der  hier  in
Frage  kommenden  Wurzeln  ein  doppelconsonautischer  Anlaut
erwiesen  worden  ist  und  dass  dieser  geeignet  war,  vorausgehende ­
  Kürze  zu  längen.  Dagegen  hat  es  nichts  zu  bedeuten,
dass  in  vielen  Fällen,  oft  in  der  Mehrzahl  bei  denselben  Wurzeln ­
  die  Längung  unterbleibt,  noch  dass  Stämme,  die,  wie  aus
den  verwandten  Sprachen  hervorgeht,  einmal  einen  doppelten
Anlaut  hatten,  an  nicht  einer  Stelle  Position  bilden.  Es  ist
hierin  nicht  ein  willkürliches,  regelloses  Gebahren  des  seiner
Bequemlichkeit  fröhnenden  Dichters  zu  sehen  oder  anzunehmen,
dass  liquider  Anlaut  nach  Belieben  dünner  oder  dicker  gesprochen ­
  wurde,  sondern  die  Sprache  war  an  alten  Formationen
reicher  und  diese  vermochten  sich  zäher  in  festen  Formeln  der
epischen  Dichtung  zu  erhalten.  Und  feste  Verbindungen  sind
es  ja,  wie  aus  der  ersten  Tabelle  hervorgeht,  vor  allen,  in
denen  sich  die  Reste  volleren  Anlautes  zeigen.  Daneben  verwendete ­
  der  Dichter  nach  Bedarf  jüngere  Bildungen,  die  im
allgemeinen  Gebrauche  bereits  durchgedrungen  waren.  Eine
spätere  Zeit,  in  welcher  diese  zu  ausschliesslicher  Geltung  gelangt ­
  sind,  hat  in  ihren  metrischen  Producten  den  Schein
grösserer  Regelmässigkeit,  ihr  Verhalten  zum  Spraclistoff  ist
im  Ganzen  dasselbe  wie  das  der  alten  epischen  Zeit.  Aber
wird  die  etymologische  Erklärung  der  Längung  vor  einfachen
Consonanten  nicht  erschüttert  durch  die  Thätsache,  dass  weit
mehr  als  die  Hälfte  der  Fälle  bei  ihr  unerledigt  bleibt?  Können
            
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