Homerische Studien.
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Schriften widerspiegeln, verbürgt. Aristarch schrieb einfaches
p X p, v o, nicht weil er «sah, dass auch sonst diese einfachen
Consonanten Position bilden, sondern weil er in der Doppelung
eine vorübergehende, unter dem Einflüsse der Arsis statthabende
Affection erkannte, während ausserhalb dieses Einflusses
das Wort in seiner gewöhnlichen Gestalt auftrat. Aber
man wird diese Affection der Liquida nicht trennen können
von derjenigen, welcher kurze Vocale in der Compositiön unterliegen,
wie ävYjXeifc, avj'/ccnoc, dvrjvspia, dvwvupoe, zavvfyupti;, sü^vep.o?,
Lc-jpsTpo; (die homerischen Beispiele und Ausnahmen
verzeichnet Bekker Ilom. Bl. 278). Die Dehnung erklärt
sich, wie dp.^y.v;?, äv^y.Eorov, e-^jp.oißoc, exv;p.oiß6<;. devvjfxeAicTÖi;,
“T'O v wp, eu’jvup, prj^vup zeigen, nicht durchaus aus der entschiedenen
Abneigung der Sprache gegen eine Abfolge kurzer
Silben, der allerdings dadurch genügt wird, sondern ist in der
Composition ein organisches Bindemittel der Theile, wie etwa
der Accent im Deutschen. Wie nun bei vocalischem Anlaut
derVocal, so wird hei liquidem Anlaut der verlängerungsfähige
Dauerlaut gedehnt, und Ausdruck der vollzogenen Dehnung
ist die Doppelung. Als Zusammensetzung aber meine ich
wurde auch die Augmentirung gefühlt. Die hiebei stattfindende
Verdoppelung unterscheidet wesentlich das, dass sie sich auch
und nicht selten in der Thesis behauptet. .
Weit weniger will es gelingen bei den mit v anlautenden
Wurzeln den Verlust eines zweiten Consonanten nachzuweisen.
Von 11 in Betracht kommenden Stämmen haben nur 4 ein er
eingebüsst: vsup-j (ahd. snarci, snuor), vqac vipoetp (ahd. sneo,
lit. snigti), vuöc (skt. snushä, ahd. snur), rrpoc, vauc (skt. snäumi
fiuo, vergl. Curtius Gz. 2 nr. 443). Für letztere Wurzel kann
nach dem eben Bemerkten die Form svveov cp 11, auf welche
Curtius sich stützt, wenig beweisen. Bei vöxo? votio? so wie
bei VEfflo? ve^eXyj ist ein Doppelconsonant kaum wahrscheinlich.
Die andern Wörter, bei denen der Nachweis eines solchen
gänzlich misslang, sind vöp.9r h vücaa, vtgu, vuv, vy)t6q. Allerdings
verbindet sich mit diesen nur 17mal Längung, während mit
den 4 Wurzeln, welche die verwandten Sprachen mit vollerem
Anlaut zeigen, dies 42mal der Fall ist. Es bleibt aber immerhin
eine gewagte Annahme, dass ein a vor v sich hier wirksam
gezeigt hat, da die gleiche Abneigung der lateinischen und
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