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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 68. Band, (Jahrgang 1871)

ausgefallen,  3vjv,  welches  an  14  Stellen,  und  ov)pov,  welches  an
nur  2  Stellen  Position  bildet,  führte,  wie  ich  aus  Curtius  a.
a.  0.  401  entnehme,  Mehlhorn  in  seinem  Sendschreiben  an
Ahrens  S.  9  auf  3/vjv,  Buttmann  aber  Ausf.  Gr.  I  44  mit  Verwerthung
  der  für  Alkman  bezeugten  (Bekker  Anecd.  949,  20)
Form  Soctv  überzeugender  auf  oFscv,  SFvjv  zurück.  Ueber
das  Gmal  verlängernde  os  und  das  einmal  Position  bildende
OEio(cr/.o|j.ai  (y  411)  vergl.  Curtius  a.  a.  O.  561,  588.  Bei  den
in  dem  Hymn.  V  283  einmal  vorkommenden  am  oa-ecou  liegt
es  nahe  an  S/a-soov  (d.  i.  das  für  Xenophanes  bezeugte  i^faeSov,
vergl.  Hesych.  II  253)  wie  bei  epiSvjoaoÖai  ü r 792  an  IpiSy^cacOai
zu  denken.  Damit  wären  alle  Position  bildenden  Wörter  dieses
Anlauts  erledigt.  Aber  es  gilt  hier  gleich  einem  bei  Diintzer
öfter  wiederkehrenden  Argumente  zu  begegnen.  Er  führt  Fälle
an,  die  sich  für  die  Wurzel  St  noch  um  zwei  (OG2G,  o>534),  von
den  Hymnen  und  Hesiod  abgesehen,  vermehren  lassen,  in
welchen  vor  den  betreffenden  Wörtern  der  kurze  Vocal  sich
behauptet,  um  daraus  zu  folgern,  dass  die  Verlängerungen  einfach ­
  als  geläufige  Freiheiten  des  Dichters  zu  betrachten  seien?
Niemand  betrachtet  die  Doppelconsonanten  als  etwas  anderes
denn  als  Reste  einer  im  Schwinden  begriffenen  älteren  Formation. ­
  Ausnahmslose  Wirksamkeit  des  vollen  Anlauts  sind
wir  hier  ebenso  wenig  zu  erwarten  berechtigt  als  wir  sie  beim
Digamma  in  ein  und  demselben  Worte  finden.  Dies  fordern
heisst  den  Charakter  der  homerischen  Sprache  verkennen,
welche  den  Dichter  nach  dem  Bedarf  des  Augenblicks  über
alte  Formen  neben  den  jüngsten  verfügen  lässt,  und  führt
folgerecht  dazu  in  oüvop.a,  ot'Ajjc,  Soipaoiv  und  ähnlichen  die  organische ­
  Dehnung  zu  leugnen.  Wer  ein  oüvopa  neben  ovop,a
als  gleichberechtigt  anerkennt,  der  hat  sich  des  Rechtes  begeben, ­
  in  doos’jc  oder  nach  Aristarch’s  Schreibung  aosvjc  eine
Bequemlichkeitsverlängerung  aus  aSsvjc  (vergl.  sfeep  äoswje  t’e<rn
11117)  oder  etwas  ähnliches  in  sti  ävjpöv  a203  neben  eti  Svjpöv
6435  zu  erblicken.  Und  wie  steht  es  mit  Nebenformen  wie
o  146  aE0o6ov)c  epioofeou  und  ol80  sptyooumc  motc  "llpr ( c,  Soüinjaev
  oe  xsowv  und  dem  einmaligen  A  45  Aap.Tr’.  eid  3’  sySou-^oav,
11375  cr/iovaO’  üto  ve^ewv  und  , F22G  ÜTustp  8Xa  yfSvatai,  15398  opeovTO
•/.sSaoOEVTEi;  und  P649  v]spa  p.sv  oy.eoaoöv,  3153  luapby  öw’  o<ppüoi
Saypuov  sißsv  und  s84  SEpy.ecy.sTO  Säy.pua  Asfßwv,  15162  ipO.7]?  am
            
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