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Sehen kl.
jectur von Heinsius extremo se flexerat axe Bootes in den Text
aufgenommen hat. Und doch ist die Leseart in V vollkommen
richtig, wie aus v. 499 erhellt. Dort sagt Jason zur Medea:
perque liaec, virgo, tuo redeuntia sidera nutu, welche Worte für
sich unverständlich sind und offenbar durch eine Stelle im
Vorhergehenden ihr Licht erhalten müssen. Diese Stelle ist
eben unser Vers, der sich ganz gut erklären lässt: denn schon
neigten sich die Sterne zum Untergange und Medea hatte den
schon hinabsinkenden Bootes, durch ihre Zaubersprüche in
seiner Bahn festgehalten, so dass also die Nacht nicht so schnell
entweichen konnte. 57 )
57 ) Einige Kleinigkeiten mögen hier summarisch abgethan werden. I, 150
ist nicht etwa mit Burmann, so nahe es auch zu liegen scheint, matresque
für natosque zu schreiben, vgl. IV, 89 et dulces cedunt e pectore
nati. — II, 357 wird man nimboso astro mit volvens verbinden müssen;
denn sonst bliebe nichts übrig als mit Slotliouwer (a. a. 0. S. 174) nimbomm
astrum zu schreiben. — Die richtige Erklärung von II, 377 hat
schon vor Hirschwälder (S. 30 f.) Wunderlich in seiner Uebersotzung
(Jahn’s Archiv XVI, 214 ff.) - gegeben:,und was er auch seihst den (besser:
bei den) Zaudernden solle“ ? — II, 413 ist refugit nicht mit Ph. Wagner (Phil,
XX, 621) zu beanstanden; Thoas flüchtet rückwärts in den tiefen Wahl
hinein. — III, 613 ist ausus nicht etwa ein pluraler Accusativ, wie Thilo
(XIV) meint, denn da würde man mit Peerlkamp zu Verg. Aen. X, 831
sagen müssen ,ausus non intelligo,“ sondern das Participium; in der Vergilisclien
Stelle (Aen. X, 831), welche Valerius nachgealnnt hat, steht inevepat
ultro cnnctantis soc.ios. — IV, 275 kann deducere caestus, woran
Thilo und Ph. Wagner (Neue Jahrb. 89, 403) Anstoss nehmen, doch ein
eigentlnimlicher Gebrauch sein, wie z. B. ducere remum, das auch nur
einmal bei Ovid. Met. I, 294 vorkommt. — V, 246 ist haec tibi ganz
richtig. Man braucht hier nur das in solchen Formoln häufig ausgelassene
dico zu ergänzen; Aeetes erzählt seinen Traum dem Helios gerade so wie
Klytämnestra ihren in der Electra'des Sophokles (424), vgl. Arg. V, 331. —
VI, 336 ist die ursprüngliche Leseart tarn saevo gegenüber der Conjcctur in
der Aldina tum saevo beizubehalten, da nur so die entsprechende Anaphora
mit dem folgenden tanta hergestollt wird. — Für spargitque famem VI
614, das Meynke (Quaest. Val. 48) verdächtigt hat, vergleiche man 656
spargilur.