Studien zu den Argonautica des Valerius Flaccus.
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verziert sind, sehen wir ja noch jetzt in unseren Museen. —
V, 329 muss natürlich deum mit monstris verbunden werden,
wodurch aber keineswegs, wie Meynke (Obs. crit. S. 45) meint,
ein Widerspruch zwischen diesem Ausdrucke und forte hervorgerufen
wird. Forte ist nämlich im Sinne der Medea gesagt; sie
war, ohne irgend eine Ahnung zu haben, was ihr begegnen
werde, in diese Gegend an den Phasis gegangen. Griechisch
könnte man forte durch szoyz wiedergeben, womit sich ein Ausdruck,
wie ipoßvjösTca ev ty) vuxxi •xo'.v.Cko'.q twv Oemv tepas 1 . ganz gut
vertragen würde. — VII, 224 tuae venio (iam pridem ignava)
iuventae. Thilo hat hier die Conjectur Burmanns gnara für
ignava aufgenommen. Aber wenn man auch zugeben muss,
dass gnara einen passenden Sinn gibt und dass ignava (ignava)
und gnara oft in den Handschriften verwechselt werden, so
folgt doch daraus noch nicht die Unzulässigkeit des überlieferten
ignava. J. Wagner hat richtig erkannt, dass die Worte iam
pridem ignava ,schon gar lange säumig' eine Selbstankläge der
Circe enthalten, und ich sehe nicht ein, was sich dagegen einwenden
lässt. Diese Woi'te stehen im engsten Zusammenhänge
mit dem, was Medea v. 220 ff. sagt: früher ist das Thessalische
Schiff zum Phasis und durch so viele Meere umsonst der unselige
Jason gekommen, ehe dich die Liebe zum Pleimatlande
rührte. In dieser Klage, sowie in den Eingangsworten o tandem,
vix tandem reddita Circe dura tuis liegt ein Vorwurf, den
die angebliche Circe mit iam pridem ignava als begründet zugesteht.
— VII, 302 infectis per rosckla cornua vittis. Hiezu
bemerkt Thilo: dedi librorum scripturam, quae nondum emendata
est. Warum sollten aber diese Worte verderbt sein? Valerius
hat in der ganzen Stelle die Scene aus Euripides Bakchcn
vor Augen gehabt, wo sich Pentheus in weiblicher Kleidung
von Dionysos geleitet auf den Kithairon begibt. Dort heisst
es v. 918 f. zai -aupo? r;p.Tv ^poiOsv YjyiTcOai osy.sTc; -/.ai aw y.spa-s
■/.pa-i TCpocTC£<puz£vai, was ganz unserer Stelle entspricht; nur erhöht
Valerius das Wunder dadurch, dass er aus den Hörnern
des Bacchus Wein über die Stirnbinde herabtliauen lässt. —
VII, 45G f. nam iam matura ruebant sidera et extremum suffixerat
axe Bootem. An diesem Verse haben viele ältere Kritiker Anstoss
genommen und neuerdings auch Thilo, der, so sehr er
sonst an der Ueberlieferung festhält, dennoch hier die Con-