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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 68. Band, (Jahrgang 1871)

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S  c  h  e  n  k  1.

darf  man  nicht  nach  der  gewöhnlichen  Weise  fas  erat?  havd
lioc  nunc  genitor  putat  awt  dare  poenas  iam,  .sceleris  dominumque
pati,  da  dies  weder  einen  passenden  Sinn,  noch  eine  richtige
Construction  zulässt,  sondern  vielmehr  fas  erat  (haud  ....
putat)  aut  dare  patil  schreiben,  wodurch  alle  Schwierigkeiten ­
  beseitigt  sind.
Zum  Schlüsse  mögen  noch,  wie  schon  oben  bemerkt  wurde,
einige  Stellen,  die  man  bisher  nicht  richtig  erklärt  und  daher
meistentheils  für  verderbt  erklärt  hat,  kurz  behandelt  werden.
Die  Worte,  welche  Peleus  I,  265  ff.  an  die  Götter  richtet:
placido  si  currere  fluctu  Pelea  vidtis,  ait,  ventosque  optare.  ferentes,
  hoc,  superi,  servate  caput  werden  noch  immer  unrichtig  aufgefasst. ­
  Thilo  (XIX)  gibt  als  Sinn  der  Stelle  an:  Valerius
Pelea  deos  precantem  fecit,,  ut  ipsum  in  itinere  mallent  perire,
quam  ita  reverti,  ut  Achilles,  in  vivis  non  esset,  was  nun  und
nimmer  in  diesen  Worten  liegen  kann.  Ph.  Wagner  (Neue
Jahrb.  89,  385)  will  optare  auch  in  den  ei'sten  Satz  hinüberziehen, ­
  so  dass  dieser  also  zu  construieren  wäre:  si  vidtis  Behebt
optare  placido  fluctu  currere,  eine  haarsträubende  Construction,
die  übrigens  nicht  einmal  einen  passenden  Sinn  gibt.  Man
muss  bei  der  Erklärung  dieser  Stelle,  davon  ausgehen,  dass
Peleus  als  Enkel  des  Jupiter  und  Gemahl  der,  Thetis  von  den
Göttern  einen  besonderen  Schutz  und  daher  eine  ruhige  Fährt
auf  glattem  Meere  und  mit  günstigem.  Winde  erwartet.  Daher
sagt  er.  in  seinem  Gebete:  Wenn  ihr,  o  Götter,  wollt,  dass  ich
wirklich  auf  ruhiger  Fluth  fahre,  und  günstigen  Wind  wünsche,
so  müsst  ihr  mir  die  Ruhe  meines  Herzens  und  als  die  Grundlage ­
  hievon  das  Leben  dieses  meines  Sohnes  erhalten.  -+■
I,  445  gebe  ich  das  überlieferte  tuis  nam.  pendit  in  arvis  Delius,
trotzdem  Thilo  den  Vers  als  nondum  emertdatusi  bezeichnet,  und
trotz  der  Conjecturen  pascit  (Eyssenhardt  Rh.  Mus..  XVII,  382),
servit  (Koch  Rh.  Mus.  XVHI,  163)y  pendet  (Pli.  Wagner  Phil.
XX,  628)  noch  immer  nicht  Preis.  Man  vergleiche,  nur  damit
die  Stelle  IV,  477  f.  nee  credite  culpam  saevitiae  scelerwnve
mihi  nunc  crimina  pendi,  und  man  wird  zugöben,  dass  Valerius
statt  poenas  pendere  auch  das  einfache  pendere  setzen  konnte,
gerade  so  wie  im  Griechischen  neben  tuowyjv  (o(-/.r,v,  Ti[i,wp(ay,  ,x.falv)
xwsiv  auch  tiveiv  absolut  steht  (vgl.  Od.  XXII,  218,  Sol.  fr.  13,
29  Bergk),—  II,  70  die  Worte  et  parco  corpora  Buccho  (rebii
            
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