Studien zu den Argonautica des Valerius Placcus.
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wird. Aber in uno auro lässt sich schwerlich rechtfertigen,
wie dies schon die verschiedenen Conjecturen zeigen, mit
welchen man sich an dieser Stelle versucht hat, so mundo auro
(J. Columbus), nudo auro (Hirschwälder), pleno orte (Koch). Das
nächst liegende ist wol puro .. auro, welches Wort häufig vom
Sonnenuntergänge gebraucht wird, z. B. bei Avienus Prognost.
239 f. indideritque facem ponto deus integer, atra nube Garens
purusque comas et splendidus orbem, 295 puras si Phoebus condit
habenas. Dass v. 56 puraque vorausgeht, kann nicht befremden,
da Valerius die Wiederholung von Wörtern nicht ängstlich vermeidet
(vgl. z. B. III, 307 f. adirem .... irem, VI, 351 f.
corpore . . . corpore, 704 lf. tigrin .... tigris; man kann daher
auch III, 61 mit Gr. Voss und Peerlkamp zu Verg. Aen.
IX, 659 unbedenklich pulsu für passu schreiben, obwol gleich
darauf pidsans folgt). — II, 337 forsitan hoc factum taceat iam
fulmen in antro lässt sich allerdings zur Noth so erklären: vielleicht
schweigt in dieser Höhle der schon fertige Blitz, oder mit
anderen Worten: vielleicht haben die Cyclopen mit der Arbeit
ausgesetzt. Aber warum sagt Hypsipyle: ,vielleicht schweigt', da
sie doch, wie die anderen Worte zeigen, ganz in der Nähe der
Höhle steht und somit selbst hören muss, wenn die Feuerkräfte
in dem Vulcane toben. Aus diesem Grunde muss ich den Vers für
verderbt halten und vermuthe: forsitan hoc fcdlit, taceat cur
fulmen in antro, d. i. ,vielleicht macht euch der Gedanke irre,
warum wol der Blitz in der Höhle schweige', wozu dann das
folgende nox dabit- ipsa fidem vortrefflich passen würde. — II,
386 ff. in dem schönen Vergleiche des Jason mit einem Rosse,
wobei dem Dichter II. VI, 506 ff. und Soph. El. 25 ff. vorschwebten,
lesen wir die verderbte Stelle longa quem frigida
pace terra iuvat, brevis in laevos piger angitur orbes. Die verschiedenen
Conjecturen aufzuzählen würde zu weit führen; ich
bemerke daher bloss, dass durch Thilo’s Vorschlag vix statt
brevis zu lesen (Prolegg. LIV) den Schwierigkeiten nicht abgeholfen
wird, und auch Ph. Wagners Vorschlag (Phil. XX,
632) longa . . . tesca iuvant, brevis in l. compingitur orbes dem
Sinne und Ausdrucke nach nicht befriedigen kann. Der Gedanke,
dass das geschulte Kriegsross, nachdem es im langen
Frieden steif und alt geworden ist, schwer die früher so ge-