Studien zu den Argonäutica des Valerius Flaccus.
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liquuntur glücklich tinguuntur herausgefunden hat. Auch I, 90
hat die Conjectur von G . . Voss tiivguent für cingent sehr viel
für sich. — VII, 213 ist ipsa nicht zu rechtfertigen und muss
daher in illci geändert werden. Der umgekehrte Fall findet
sich VIII, 10, wo man wol ohne Bedenken statt ille, das
trotz des Versuches von Ph. Wagner (a. a. 0. S. 390) unerklärlich
bleibt, ipse hersteilen wird. Wie Ule und ipse, so sind
auch ipse und ist.e mehrmals verwechselt, z. B. VII, 247
(ipsaque V, istaque Ph. Wagner Phil. XX, 645), 507 (ipsis V,
istis Bon. II), VIII, 398 (ipsa V, ist,a, Bon. II). 5ä )
Eine eigene Gattung von Fehlern bilden diejenigen Stellen,
wo die Abschreiber durch Einfügung einer Sylbe aus dem überlieferten
Worte ein ganz anderes gemacht haben, z. B. III,
361, V, 375, wo V silicet, in solito statt silet, in solo bietet.
Solche Störungen nehme ich au folgenden Stellen an: III, 140
delicataque ora securi disiecit cervice tenus. Hier schreibt man
gewöhnlich nach einer Conjectur von Heinsius duplicataque, was
höchstens ,mit doppeltem Beilhiebe 1 bezeichnen könnte; hier
ist aber, von einem furchtbaren Streiche die Bede, welcher den
Helm und den Kopf bis zum Nacken spaltet. Deiectaque (Bon.
55 ) Einige Kleinigkeiten mögen hier mehr summarisch behandelt werden. VI,
522 ist nicht abzusehen, warum die Rosse des Absyrtus gerade schwarz
gewesen sein sollen; auch passen schwarze Pferde schlecht für einen Sonnenwagen,
den sonst weisse ziehen. Darnach kann atris nicht richtig
sein. Was nun Heinsius vorgeschlagen hat, actis ist matt, besonders nach
dem vorhergehenden inpulsu; Thilo’s acri sternit equo liegt zu weit von
der Ueberlieferung ab, auch ist der Singular, den man collectiviscli fassen
müsste, aulfallend. Daher vermuthe ich altis sternit equis d. i. mit den
hochsteigenden Rossen. VI, 413 kann illinc artus tenduntur eriles nicht
richtig sein, da tenduntur keine Erklärung zulässt; wafe J. Wagner vorbringt
,omnes et viri et equi vires intendunt, ut contra nitantutverdient
keine ernstliche Widerlegung. Deshalb haben schon ältere Gelehrte caeduritur
vorgeschlagen, was aber mit secant identisch wäre. Ich vermuthe
daher sternuntur, das besonders bei dem vorausgehenden artus leicht mit
tenduntur verwechselt werden konnte. I, 390 hat Heinsius für das sinnlose
vacua gewiss passend patula vermuthet; nur liegt dies Wort ziemlich
weit von den Zügen der Ueberlieferung ab. Könnte man daher nicht an
vasta denken, was doch oft einem Ingens nahe kommt (vgl. VII, 169
ingenti ab orno, 519 ingenti in arhore)*t VII, 496 kann procumbit nicht
richtig sein; Heinsius vermuthet procurrit, doch vom diplomatischen Standpunkte
aus dürfte sich procursat noch mehr empfehlen.