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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 68. Band, (Jahrgang 1871)

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Sehe  nk1

aethere,  aegide  (III,  54,  500),  tempora  und  corpora  (II,  324,  III,
333),  arbore  und  corpore  (VIII,  82), 5I )  numen,  noraen,  lumen  (IV,
161,  667,  V,  483,  VI,  480),  höchst  wahrscheinlich  auch  pateras,
pharetras  und  phaleras  (I,  661,  III,  13)  u.  dgl.  Darnach  möchte
ich  folgende,  bisher  noch  ,nicht  verbesserte  Stellen  berichtigen:
II,  395,  wo  das  überlieferte  natorum  tempora  unsinnig  ist;  es
ist  natorum  corpora  zu  schreiben,  die  gewöhnliche  Umschreibung ­
  des  einfachen  Begriffes,  wie  virum  corpora  Verg.  Aen.  II,
18  oder  im  Griechischen  Texstov  aö>[m-a  u.  dgl.  Ich  schliesse
hieran  gleich  die  Stelle  III,  439  f.
tune  piceae  mactantur  oves,  prosectaque  partim
pectora,  per  medios  partem  gerit  obvius  Idmon,
welche  zuletzt  Pli.  Wagner  (Neue  Jahrb.  89,  402),  aber  nicht
glücklich  behandelt  hat.  Nur  darin  hat  er  Recht,  dass  440
mit  der  Aldina  partim  hergestellt  werden  muss.  Wir  haben
hier  ein  Reinigungsopfer  vor  uns;  es  werden  schwarze  Schafe
geschlachtet  und  die  Körper  derselben  theils  nach  religiösem
Gebrauche  zugeschnitten,  besonders  die  exta  (viscera),  welche
dann  auf  dem  Altäre  verbrannt  werden, 52 )  theils  trägt  sie,  die
eigentlichen  Leiber,  Idmon  dreimal  durch  die  Mitte  der  Genossen,
die  in  tiefem  Schweigen  bei  ihm  vorüberziehen,  und  berührt
damit  dreimal  die  Waffen  und  Kleider  der  Männer,  welche  mit
Blut  befleckt  worden  waren,  worauf  dann  diese  lustramina  in
51 )  Man  sieht  hier,  wie  ab  nach  der  Veränderung'  von  corpore  in  arbore  eingeschwärzt ­
  wurde;  ähnliche  Fälle  haben  wir  schon  oben  S.  323  besprochen.
Solche  kleine  Präpositionen  sind  übrigens  auch  oft  ausgefallen  und  dafür
andere  eingeschoben  worden,  z.  B.  VII,  558,  wo  V  in  agris  überliefert,
während  die  Bon.  II  richtig  ab  agris  bietet,  auch  VII,  560,  wo  Pli.  Wagner
(Neue  Jahrb.  89,  397)  treffend  in  orbibus  statt  ab  orbibus  geschrieben  hat.
Nur  bleibt  er  noch  immer  bei  dem  lächerlichen  Gedanken  der  früheren
Erklärer  stehen,  dass  axis  ,Wagen*  bedeute,  während  es  unzweifelhaft  als
,Pol‘  gefasst  werden  muss.  Der  Vergleich  ist  allerdings  etwas  ungeheuerlich; ­
  aber  das  mag  Valerius  verantworten,  der  sich  mehrfach  in  dieser
Hinsicht  vergangen  hat  (z.  B.  VIII,  455).  Schräder  scheint  das  Richtige
erkannt  zu  haben,  indem  er  562  rursus  vortrefflich  in  sursus  emendierte.
Uebrigens  kann,  da  die  beiden  Stellen  (558  und  560)  einander  so  nahe
stehen,  hier  auch  eine  Verwechslung  der  beiden  Präpositionen  stattgefunden ­
  haben.
52 )  Vgl.  Stat.  Tlieb.  I,  507  lustraliaque  exta  lade  novo  perfusus  eilet  Vulcanius
  ignis.
            
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