Studien zu den Argonautica des Valerius Flaccus.
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verbinden sollen. Daher vermuthe ich et genero voccit has iunctcis
s. s. t., was der Ueberlieferung noch näher liegt als Thilo’s
Emendation. Ich füg'e hier gleich die Besprechung zweier
Stellen bei, deren Verbesserung sich einerseits auf die eben
erwähnte Beobachtung, andererseits auf den Umstand gründet,
dass in den Codices die Präpositionen ab und ob so häufig verwechselt
werden, z. B. VII, 328 (ablataque M, oblataque Bon.
II), 486 (abibo V, obibo C). Die eine Stelle ist I, 100, wo in
V habet überliefert ist, was in der Bon. II und angeblich auch
in C in avet, in M von zweiter Hand am Bande in adest verändert
ist, welche Conjectur man gegenwärtig allgemein in den
Text aufgenommen hat; doch viel näher liegt es, dass habet
aus habit, abit entstanden ist, wornach dann das ganz passende
obit herzustellen wäre. Ganz derselbe Fall ist VIII, 329, wo
man für das in V überlieferte habet nach der, Bon. abit aufgenommen
hat, obwol dieses Verbum seiner Bedeutung nach
hier nicht passend ist; es wird auch an dieser Stelle obit geschrieben
werden müssen.
Der beste Beweis für die Nachlässigkeit, mit welcher die
Schreiber des Codex V verfahren sind, liegt in der ungemein
häufigen Verwechslung von nominalen und verbalen Endungen.
Man braucht nur einige hundert Verse mit den Varianten in
V durchzugehen, um sich von der Richtigkeit des Gesagten zu
überzeugen; Beispiele anzuführen wäre bei der Massenhaftigkeit
der Fälle überflüssig. Obwol nun die meisten Fehler
dieser Art in unseren Texten bereits berichtigt sind, so habe
ich doch noch einige aufgefunden, die entweder gar nicht oder
nicht entsprechend verbessert sind. So ist VII, 620 für trunco§
wohl truncum zu schreiben, da nur von dem Rumpfe desjenigen
Sparten die Rede sein kann, welchen Jason zunächst angreift. II,
368 möchte ich für longus, das doch ein seltsames Attribut für
metus ist, statt longe, was in der Aldina vorgeschlagen und von
Heinsius gebilligt worden ist, longum, das mit arcet zu verbinden
wäre, empfehlen. VII, 230 liegt es nahe für hoc uno,
wenn man nicht die geniale, aber etwas willkürliche Emendation
Bentleys arctoo annehmen will, hoc unus zu vermuthen,
wobei dann das überlieferte mensis beizubehalten wäre; mit
unus mensis würde das einförmige kalte Klima bezeichnet sein.
V, 273 hat die Conjectur Burmanns multis statt magnis aller-