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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 68. Band, (Jahrgang 1871)

Studien  zu  den  Arpouautica  des  Valerius  Flaccus,

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Im  zweiten  Verse  liat  Ruperti  unzweifelhaft  richtig  statt  vexilla
magistri:  vox  alta  magistri  verbessert.  Es  müsste  nun  iterum
eingesetzt  und  et  remigis  in  remosque  verwandelt  werden,  so
dass  der  ganze  Vers  lauten  würde:  perque  ratis  remosque  iterum
vox  alta  magistri.  Man  muss  sich  denken,  dass  die  Schiffe
während  der  Rede  des  Absyrtus  in  der  Fahrt  eingehalten  haben;
nun  da  er  geendet  hat  und  zugleich  die  Kolcher  auffordert  mit
allem  Ungestüm  vorzudringen,  ertönt  wieder  das  ziXsuG^a.
Viele  Verderbnisse  in  den  Handschriften  sind  dadurch
entstanden,  dass  die  Abschreiber,  indem  ihnen  ein  vorhergehendes ­
  oder  folgendes  Wort  im  Gedanken  vorschwebte,  dieses ­
  statt  desjenigen  setzten,  was  sie  eben  zu  schreiben  hatten,
wodurch  der  Sinn  ganzer  Verse  erheblich  gestört  wurde.  Ein
Beispiel  davon  haben  wir  in  der  Anmerkung  35  nachgewiesen, ­
  drei  andere  mögen  hier  besprochen  werden.  VII,  76
hat  Heinsius  statt  seminis,  was  aus  semina  (74)  entstanden  ist, J7 )
gewiss  richtig  dentibus  hergestellt.  VII,  169  ist  das  doppelte
solvat  unerträglich  und  wird  auch  durch  die  Fassung,  welche
Ph.  Wagner  vorschlägt  (Phil.  XX,  644):  solvat  et  in  somnos
ingenti  et  solvat  ab  orno  um  nichts  glaublicher.  J.  Wagner
hat  richtig  erkannt,  dass  der  Fehler  im  ersten  solvat  liegt,  indem ­
  der  Schreiber  im  Gedanken  auf  das  folgende  solvat  abirrte. ­
  Aber  weder  der  Vorschlag  Wagner’s  sternat,  noch  der
Thilo’s  fundat  scheinen  mir  entsprechend;  ich  möchte  daher
eher  an  vincat  denken.  VII,  547  ist  flammas  ohne  Zweifel
aus  dem  gleichen  Worte  im  folgenden  Verso  entstanden.  Man
hat  nun  gewöhnlich  nach  der  Aldina  glebas  für  flammas  geschrieben, ­
  ohne  zu  bedenken,  dass  dann  der  Vers  vos  milii  nunc
primum  in  glebas  invertite  tauri  aequora  nicht  mit  v.  62  ff.
stimmt.  Durchgepflügt  hat  schon  vor  langen  Jahren  Aeetes
jenes  Feld  mit  dem  Gespann  der  Stiere;  nun  soll  aber  das
Feld  tief  umgepflügt  werden,  damit  die  Saat  der  Gewappneten
daraus  hervorgehe.  Ich  vormuthe  daher  primum  penitus  iam
vertite  tauri.

frement,  wie  EeerlkaiUp  will)  verwandelt.  Auch  VI,  591  dürfte  es  sich
empfehleil  urguem  statt  urguet  zu  schreiben;  so  scliliesst  sich  reddit  besser
an  ait  an.
47 )  So  stellt  in  P  III,  419  somnia  statt  tempora,  durch  das  unmittelbar  darüber
stellende  somnia  veranlasst.
            
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