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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 68. Band, (Jahrgang 1871)

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Schon  kl.

zustelleu,  welche  Wörtchen  oft  in  den  Handschriften  vertauscht
sind  (vgl.  Drakenborch  zu  Liv.  V,  54,  2  und  Kreyssig  zu  Liv.
XXXVII,  p.  318).  Eine  Störung  der  Anfangsworte  von  zwei
Versen  ist  auch  in  der  Stelle  IV,  714  fl.  anzunehmen,  welche
noch  durch  andere  Verderbnisse  entstellt  ist.  Ich  glaube  dieser
Stelle  durch  bei  weitem  leichtere  Aenderungen,  als  man  bisher
vorgeschlagen  hat,  aufhelfen  zu  können  und  setze  daher  statt
einer  längeren  Besprechung  diese  Verse  in  der  Form  her,  wie
sie  in  meiner  Ausgabe  gelesen  werden.
non  alibi  effusis  cesserunt  longius  undis
litora,  nec  tenues  quamvis  Tyrrlienus  et  Aegon
volvat  aquas,  geminis  vel  desint  Syrtibus  undae.
nt  super  lmc  vastos  tellus  quoque  congerit  amnes.
n  um  septemgemini  memorerh  quas  exitus  Histri  u.  s.  w.
Es  ist  hier  tenues  für  tantas,  vel  für  et,  at  für  nam  und
endlich  mit  Slothouwer  (a.  a.  0.  176)  num  für  non  geschrieben
worden.  Offenbar  hat  num  das  vorhergehende  at  verdrängt,
wobei  es  im  ersten  Verse  in  nam,  im  zweiten  in  non  verderbt ­
  wurde.
Auch  in  der  Mitte  von  Versen  haben  ähnliche  Verschiebungen ­
  stattgefunden.  Einen  solchen  Vorgang  glaube  ich  VIII,
285  f.  zu  erkennen,  wo  Folgendes  überliefert  ist:  Dixerat  atque
orans  iterum  ventosque  virosque  perque  ratis  supplex  et  remigis
vexilla  magistris.  In  dem  ersten  Verse  schreibt  man  nun  gewöhnlich ­
  nach  der  Juntina  II  itque  statt  atque;  es  bleibt  aber
sehr  auffällig,  dass  sich  Absyrtus  wieder  flehend  an  die  Winde
und  Männer  wendet,  während  doch  im  Vorausgehenden  hierüber
nichts  bemerkt  wird.  Und  wie  komisch  klingt  dies  itque  orans
ventos  virosque,  zumal  von  einem,  der  sich  auf  einem  Schifft!
befindet.  Wenn  man  dagegen  die  Wörter  iterum  und  supplex
die  Plätze  tauschen  lässt,  so  erhält  die  dunkle  Stelle  augenblicklich ­
  ein  helles  Licht;  supplex  passt  dem  Sinne  nach  vortrefflich ­
  zu  orans,  das  aber  in  orat  verändert  werden  muss. 111 )

4G )  So  wird  man  auch  VIII,  215  für  .nynificans,  das  nicht  in  die  Construction
passt,  .9ignißcat  parallel  mit  faRit  herzustellen  haben.  Uebrigons  muss
auch  mitunter  das  Verbum  finitum  in  ein  Participium  geändert,  werden.
So  hat  VI,  620  Peerlkamp  (zu  Verg.  Aen.  X.  -107)  richtig  maerens  für
maeret  geschrieben;  nur  muss  man  auch  die  Interpuuction  verbessern,
indem  man  nach  reynis  ein  Komma  setzt,  und  fremunt  in  fremant  (nicht
            
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