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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 68. Band, (Jahrgang 1871)

Studien  zu  den  Argonautica  des  Valerius  Flaccus.

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ferner  die  Conjecturen,  wo  nicht  die  Ueberlieferung  allzu  willkürlich ­
  umgeändert  ist,  deutlich  auf  die  Losearten  in  V  zurückgehen, ­
  z.  B.  IV,  42G,  V,  114,  VI,  208  u.  dgl.,  so  ist  damit
wol  der  Beweis  geliefert,  dass  C  eine  junge  Handschrift  war,
die  ebenso  wie  alle  anderen  V  zur  Quelle  hatte,  und  einen  von
italiänischen  Gelehrten  stark  überarbeiteten  Text  darbot.
Ganz  ähnlich  verhält  es  sich  mit  den  anderen  Codices
des  fünfzehnten  Jahrhunderts,  von  denen  M,  der  Vaticanus
1653,  der  Codex  Burmanns' 2 )  und  der  von  Thomas  Coke  näher
bekannt  sind.  So  sind  z.  B.  in  M  manche  Lücken  recht  ansprechend ­
  ergänzt,  wie  IV,  65,  VIII,  83,  228,  kleinerer  Supplemente, ­
  wie  iam,  in,  est  I,  16,  750,  VIII,  39,  170  nicht  zu  gedenken; ­
  aber  illum  ttgo  tu  I,  202,  das  in  allen  Texten  steht,
hat  keine  Wahrscheinlichkeit,  da  den  Zügen  in  V  ille  mi  .  .
doch  ille  mihi  (nämlich  jjoenas  clabit)  viel  näher  liegt,  und  der
Vers  I,  45  erweist  sich  ebenso,  wie  jener  nach  VIII,  462,  auf
den  ersten  Blick  als  unecht.  Ebenso  sind  die  Conjecturen  in
M  bald  recht  gelungen,  bald  willkürlich  oder  geradezu  verkehrt.
Darüber  noch  weiter  zu  sprechen  und  nachzuweisen,  dass  auch
M  keine  andere  Quelle  als  V  hat,  halte  ich,  trotzdem  Meynke
(Quaest.  Val.  22)  daran  zweifelt,  für  überflüssig.  Ich  bemerke
nur,  dass  M  ebenso  wie  C  bloss  die  Abschrift  eines  verbesserten
Textes  ist,  und  zwar  eine  sehr  incorrecte,  die  auf  einen  nachlässigen ­
  und  gedankenlosen  Schreiber  seldiessen  lässt.  Der
Vat.  1653,  der  Vaticanus  II  des  Hcinsius,  hat  einiges  Interesse
dadurch,  dass  aus  einem  ihm  sehr  ähnlichen  Codex  die  editio
princeps  (Bologna  1474)  geflossen  ist.  Da  Jleinsius  und  Thilo
nur  einige  Lescarten  desselben,  und  letztere  meistens  nur  da,
wo  Blätter  in  V  verloren  sind,  mitgctheilt  haben,  so  gebe  ich
hier,  um  eine;  genauere  Kenntniss  dieser  Handschrift  zu  ermöglichen, ­
  nach  dem  Texte  Thilo’s  eine  Collation  von  300  Versen
des  ersten  Buches,  welche  ich  Hrn.  Dr.  Hugo  Hinck  in  Rom
verdanke.  Mehr  abdrucken  zu  lassen  lohnt  nicht  die  Mühe.

42 )  Ist,  der  Codex  des  Burmann,  dessen  Herkunft  er  bloss  mit  den  Worten
andeutet:  ,unum  adlrihuimus,  sed  neque  vetustum  neque  ualde  accuratinn,
cuius  usum  ante  viginti  annos  quidam  nobis  concessit  et  ex  quo  varias
quaädam  tection.es  excerjDsimus  (Praef.  ]>.  XXXI)‘  identisch  mit  dem  Vossianus,
  den  er  einigemale  erwähnt,  ohne  seiner  in  der  Vorrede  gedacht
zu  haben?

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