Studien zu den Argonautica des Valerius Flaccus.
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ist natürlich a me zu ergänzen; Juno beklagt sich, dass es ihr
nicht gelungen sei Medea bis zu jenem Grade von Verblendung,
wie sie es wünschte, zu bringen. Ueber die Verwechslung
von nunc und non vergleiche man VII, 512, wo im Parisinus
non ora steht; dagegen muss VII, 447 mit B 2 nunc
mea für non mea geschrieben werden müssen, vgl. 481 nostra
fateri munera), 176 opus est, 179 letiferae, 183 ne impediat nunc
acta, 186 amplexuque peti, 202 dirae . . . esse, 206 oris, 229
düs nata malignis, 241 quoniam, 291 est et, 377 suis, 379 volunt,
380 alia Aeaeae, 394 ipsa tremens, 564 attonitis, 587 incitat,
616 adverso ut .... castris, 630 ödere (steht mit Unrecht
in allen Ausgaben; uidere im V ist durch eine gewöhnliche
Versetzung der Buchstaben aus adiere entstanden, vgl. Verg.
Aen. V, 379 adire virum), VIII, 17 profert (übrigens ist auch
prodit unhaltbar; nur führt es zu dem richtigen, schon von
Turnebus Adv. XXIX, 4 vorgeschlagenen promit), 35 icta, 39
iam nunc.
Ich glaube kaum, dass Jemand, der unbefangen dieses
Verzeichniss durchgeht, an einen alten Codex des zehnten Jahrhundertes
denken kann. Jedem muss sich die Ueberzeugung
aufdrängen, es liege ihm ein von einem italiänischen Gelehrten
des fünfzehnten Jahrhundertes bearbeiteter Text vor. Die Hauptsache
bei diesen Männern war einen lesbaren Text und namentlich
auch das Metrum horzustollen. Um dies zu erreichen,
wurde frischweg geändert, ergänzt, interpoliert; alles, was ihnen
nicht recht verständlich oder auffällig war, musste sich ihren
kecken Conjecturen fügen, wobei man sich wenig um die Ueberlieferung
kümmerte. So wurde nun wol an einigen Stellen
das Eichtige getroffen, aber in einer zelmmalil grösseren Zahl
von Versen wurde der Text weiter verderbt, entstellt und verwässert.
Beispiele für das Gesagte wird jeder leicht selbst
im Vorhergehenden finden; auch sind nicht wenige Stellen ganz
entsprechend in den Prolegomenen von Thilo besprochen, auf
welche ich begreiflicher Weise hier nicht weiter eingehe; einiges,
worin ich Thilo nicht beistimmen kann, ist gleich bei den
betreffenden Versen oder, worin längere Auseinandersetzung
nothwendig schien, in den Anmerkungen erörtert. Nur auf
eines will ich noch hinweisen, weil es ganz geeignet ist, über
die Beschaffenheit des Textes im Codex des Carrion aufzu-