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nämlich Claudianus und Claudius Marius Victor. 1 ' 2 ) Wie wenig'
das Gedicht gelesen wurde, ersieht man schon daraus, dass bei
keinem Schriftsteller ein Vers davon angeführt oder auf irgend
eine Stelle desselben angespielt \^ird. Im Commentare des
Servius zu Vergil ist Statius an 69 Stellen citiert, dagegen Valerius
und Silius nicht ein einziges Mal.
Da nun das Gedieht in den letzten Zeiten der römischen
Literatur nur wenig bekannt war, so kann es uns nicht Wunder
nehmen, dass sich im Mittelalter jede Spur desselben verliert.
Die Handschrift, welche durch einen glücklichen Zufall gerettet
worden war, ruhte in einer Klosterbibliothek, und wenn auch
von ihr Abschriften gemacht wurden, so waren es nur wenige
und selbst von diesen gelangte keine in die Hände eines Gelehrten,
der durch seine Schriften auf 'diese Dichtung hätte
aufmerksam machen können. Von den Punica des Silius, welche
ebenfalls verschollen waren, hatte man doch durch Martialis (VI,
14) Kunde und kannte.ihren Inhalt; von Valerius wusste man
nur aus Quintilian, dass er ein episches Gedicht verfasst habe,
l2 ) Wenn Meynke (Quaest. Val. p. 31) meint, dass Claudianus die Argonautica
nirgends benützt liat, so ist dies entschieden unrichtig. Besonders
tritt in dem Gedichte de raptu Proserpinae in einzelnen Wendungen und
Ausdrücken die Nachahmung des Valerius deutlich hervor. Man vergleiche
I, 70 (quere um arista) mit de r. P. I, 31,1, 396 (fuecut nube dkm) = de r. P. 1,
162,1, 508 (rumpere questus, vgl. IV, 42) = de r. P. II, 249, II, 137 (castumquv
cubile) — de r. P. III, 163, II, 603 (vueui Averni) = de r. P. I, 20, III,
211 (uox . . . bifjis) = d. r. P. I, 274, III, 232 (ululantia Dindyma) =
de r. P. II, 269, IV, 449 (ex ordiue Jatis) = de r. P. III, 65; auch sind
die Verse I, 142 ff. und I, 15t ff im Gedichte des Claudianus offenbar
den Stellen I, 589 f. und II, 24 ff. der Argonautica nachgebildet. Doch
auch in den übrigen Dichtungen des Claudiahus finden sich hie und da
einzelne Nachahmungen, z. B. I, 355 (inalre cadentem) = in Huf. I, 92,
II, 482 (corniyer Haminon) = IV Honor. cous. 143 u. ö.
Claudius Marius Victor hat in seinen Commentarii in Genesim vielfach
Verso und Phrasen aus Valerius benützt oder nachgebildet. Man vergleiche
III, 395 et feseos dulde sopoe alligat artus mit Val. I, 48, III, 111 fuscarique
diem mit Val. I, 396, III, 607 lateri haerel mit Val. 111, 486, III,
138 Pario de marmore mit V, 187 (eine nicht unwichtige Bestätigung der
Cpnjectur Maser’s), Praef. 88 fraude tyranni mit Val. IV, 16, III, 679
votat Aetna mit Val. IV, 287 (wodurch auch dort rotat Aetna als die richtige
Leseart erwiesen wird); an einigen Stellen ist die Uehereiustimnmng
keine wörtliche, aber doch deutlich der Einfluss des Vorbildes zu erkennen,
z. B. III, 287 ff. verglichen mit Val. II, 274 ff