Studien zu den Argonautica des Valerius Flaccus.
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der Argonautica zu geben versucht. Mit der Hadrianischen
Periode gerieth das Gedicht in Vergessenheit und erlangte auch
später nicht mehr einen grösseren Leserkreis; wenigstens lassen
sich in den Dichtungen der folgenden Jahrhunderte nur selten
Benützungen oder Nachahmungen der Argonautica nacliweisen.
Sieht man von der Uebereinstiinmung in einzelnen Wendungen
oder Ausdrücken ab, die bei manchen späteren Dichtern, z. B.
bei Prudentius hervortreten, die aber auch auf blossem Zufalle
oder auf der Benützung anderer Vorbilder beruhen können,
mithin keineswegs geeignet sind als Beweis zu dienen, so können
wir nur zwei Dichter namhaft machen, welche eifrige Leser
des Valerius gewesen sind und manches von ihm entlehnt haben,
V, 566 qualibus adsurgens nox aurea cinyitur astris gekannt hat. I, 144
wird hie ense furens durch Theb. V, 661, IX, 303 als die echte Leseart
gegen den Codex des Carrion, in welchem liac parte furens überliefert war,
gerechtfertigt; II, 29 ist dedit, wofür man rapit, tulit. vehit vorgeschlagen
hat, durch Theb. I, 568 geschützt, I, 213 wird legem, was Kiessling (de
Dion. Hai. auct. p. 46) in regem ändern wollte, durch Ach. I, 64 iura
freli vertheidigt, ebenso I, 356 fovil gegen die Conjectur von Ileinsius
luvit durch Theb.j I, 61. Dagegen bestätigt Statius [durch seine Nachahmungen
auch zwei Conjecturen von Heinsius, nämlich II, 151 aliis für
tales (vgl. Theb. V, 138 ipsa faces alias melioraque foe.dera umgarn. was
schon Meynke Quacst. Val. p. 32 bemerkt hat) und VI, 168 ictus für
intus (vgl. Theb. XII, 656 icta gemit tellus)-, auch funeslaque, das ich in
meiner Ausgabe II, 191 statt festinaque hergestellt habe, jedenfalls ein
bezeichnenderes Wort als das von Friesemann (Coli. crit. p. 81), Schräder
(Hermes II, 142) und Peerlkamp (Verg. Aen. VI, 602) vorgeschlagene
infestaque und auch durch die Alliteration empfohlen, erhält eine weitere
Begründung durch funesta Venus .... furent.es Theb. V, 281.
Um von den Nachahmungen des Silius einige Beispiele zu geben, verweisen
wir auf den Vergleich VI, 260 ff. = Pun. VII, 673 ff., auf die
Schilderung des Ausbruches des Vesuvs IV, 507 ff., besonders 509 (iamque
eoas cinis induit urbes) = Pun. XVII, 592 ff., besonders 595 f., auf
die gleichen Versanfänge und Versausgänge III, 659 (laelus opum) = Pun.
XIII, 33, II, 137 (castumque cubile) = Pun. III, 28, II, 245 (Latiis .. saecula
fastis) = Pun. XVI, 131, auf Verstlieilo, wie V, 75 (vana fides) = Pun.
XIV, 351, VI, 146 (venatus alit) = Pun. VIII, 571, VIII, 85 (luctantia
lumina) — Pun. VII, 205, auf übereinstimmende Wendungen, wie I,
3 (cursus rumpere) = Pun. VII, 567, V, 369 {nox accenditur); vgl.
III, 411, wo Burmann nicht unwahrscheinlich accenderit statt ascenderit
vorgeschlagen hat, was auch noch durch puniceas, das dann proleptisch
zu fassen wäre, empfohlen wird) = Pun. III, 671, VI, 614 {mutalque
cruores) = Pun. V, 286, VI, 238 u. dgl. m.