Studien zu den Argonautica den Valerius Flaccus.
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einladet seine Genossen in die Stadt zn bringen, ist ja deutlich
durch fraternis moenibus ausgesprochen, nämlich zur Bcwirthung.
Auf das überlieferte ostendat wird man schwerlich
ein so grosses Gewicht legen, um darnach den Ausfall eines
Verses anzunehmen; es ist einfach in ostendat zu verwandeln.
Auch das dritte Buch ist, wie sich bei einer eingehenden
Untersuchung herausstellt, im unfertigen Zustande geblieben.
Ich verweise hier zuerst auf v. 273, der, wie Thilo (LXI)
bemerkt hat, an seiner jetzigen Stelle unmöglich ist, da er
ohne alle Verbindung dasteht. Thilo will ihn nach v. 310
stellen, wo er allerdings dem Gedanken nach am Platze wäre.
Aber abgesehen davon, dass man doch eher sad cur etiam
flarnmas u. s. w. erwarten sollte, ist in der ganzen Stelle kein
befriedigender Zusammenhang, kein Satz klappt so zu sagen
auf den anderen. Wenn Thilo meint, dass man zwischen v.
310 und 311 nichts vermisse, so ist dies entschieden unrichtig;
denn nach den langen schmerzlichen Klagen kommt die Anrede
vos age fnnereas u. s. w. ganz unerwartet. Der Dichter
hatte jene Aufforderung des Jason zur Bestattung der gefallenen
Cyzicener nicht vollständig ausgearbeitet, sondern nur drei
Verse im Texte und einen am Rande geschrieben, welcher dann
bei der Herausgabe an eine falsche Stelle gesetzt wurde.
Ebenso erhält die Klage der Clyte mit v. 329 keinen
befriedigenden Abschluss. Würde darnach der Gedanke folgen:
,Könnte ich jetzt sterben und mit dir für immer vereint werden/
so würden sich daran die Verse 330 und 331 viel besser
anschliessen, als es jetzt der Fall ist. Ich kann daher in dieser
Partie nur einen Entwurf sehen. Den Widerspruch, welcher
zwischen v. 341 f. und II, 409 stattfindet, möchte ich nicht
mit Thilo (XXVII) besonders betonen; denn einmal muss ja
der Dichter nicht an beiden Stellen ein und dasselbe Prachtkleid
gemeint haben (vgl. Pli. Wagner a. a. 0. 392), bei welcher
Annahme jeder Anstoss entfiele; sodann hätte auch ein
wirklicher Widerspruch dieser Art nicht viel zu bedeuten, weil
sich ein solcher, wie z. B. die bekannte Geschichte mit dem
Briefe in Schillers Don Carlos zeigt, auch trotz der sorgfältigsten
Ausarbeitung in ein Gedicht einschleichen kann.
Die Lücken nach v. 76 und die Versetzung des Verses
10 nach 25, welcher Fehler in der Aldina berichtigt ist, fallen