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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 68. Band, (Jahrgang 1871)

Studien  zu  den  Argonautica  des  Valerius  Flaccus.

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Anfang  des  folgenden  Verses  bildete,  ausgefallen  ist,  indem  der
Schreiber  von  ceu  auf  cum  abirrte.  Ein  ähnlicher  Fall  ist,  wie
Ph.  Wagner  (a.  a.  0  .  388)  erkannt  hat,  VIII,  254  pars  veribus,
  pars  undanti  despumat  aeno,  wo  man  nach  Verg.  Aen.  I,
212  und  Georg.  I,  296,  welche  Stellen  unserem  Dichter  offenbar ­
  vorschwebten,  den  Gedanken  beiläufig  ergänzen  kann.  Wagner ­
  vermuthet  pars  veribus  figit  trepidantia  viscera  acernis,  pars
foliis  undam  ingenti  despumat  aeno  (vielleicht  eher  pars  foliis
lympham  undanti  despumat  aeno,  da  Valerius  bei  seinen  Nachbildungen ­
  den  Ausdruck  etwas  zu  verändern  pflegt).  Auch  V,
316  f.  will  Ph.  Wagner  (a.  a.  0.  388)  den  unlösbaren  Schwierigkeiten ­
  durch  die  Annahme  abhelfen,  dass  das  Ende  von  316
und  der  Anfang  von  317  ausgefallen  sei.  Nach  viae  sei  ein
wieder  mit  nee  eingeleiteter  Satz  verloren  gegangen,  welcher
mit  dem  vorhergehenden  ein  gemeinschaftliches  Verbum  hatte.
Wie  die  nachdrucksvolle  Stellung  von  pelagi  zeige,  seien  in
demselben  die  Gefahren  und  Leiden  zu  Lande  (bei  den  Dolionen
  und  Mariandynern)  bezeichnet  gewesen.  Vielleicht  gehört ­
  hielier  auch  VIII,  404,  wo  nach  der  jetzigen  Leseart  die
Worte  haut  ultra  sociis  obsistere  pergit  eine  Exegese  zu  dem
Vorhergehenden  bilden,  in  dem  Sinne:  weiter  als  dass  er  zaudert, ­
  geht  sein  Widerstand  nicht.  Aber  der  Ausdruck  obsistere
pergit  scheint  eher  darauf  hinzudeuten,  dass  die  Stelle  lückenhaft ­
  ist.  Denkt  man  sich,  dass  nach  cogitat  der  übrige  Theil
des  Verses  und  vor  haut  ein  Daktylus  ausgefallen  ist,  etwa  mit
dem  Gedanken  ,doch  da  die  Minyer  ihn  unablässig  bestürmen',
so  gewinnt  jenes  pergit  eine  ganz  andere  Bedeutung.  Es
müsste  dann  der  Satz  quamquam  ....  taedae  mit  tantis  vocibus
  inpar  verbunden  werden.  Dazu  kommt  noch,  dass  mortemque
  nicht  richtig  sein  kann.  Wie  seltsam,  wenn  Jason  sich
den  Tod  wünscht,  und  wie  wenig  passt  dieser  Gedanke  zu
dem  folgenden  sociamque  pericli  cogitat!  Man  wird  daher  Martemque
  schreiben  müssen:  ,Jason  begehrt  zu  kämpfen',  jedenfalls ­
  ein  passenderer  Gedanke,  als  wenn  er  in  sentimentaler
Weise  zu  sterben  verlangt.  So  hat  auch  Heinsius  v.  431  Martem.que
  für  mortemque  vorgeschlagen,  was  sehr  viel  für  sich  hat,
wie  denn  überhaupt  diese  Wörter  in  den  Handschriften  häufig
verwechselt  werden.  Durch  die  Conjectur  Ph.  Wagners  (a.  a.
387)  cunctaturque  moramque  cupit  s.  p.  cogitat,  wird  wol
Sitzb.  aj  phil.-hist.  CI.  LXVIII.  Bd.  III.  Hft.  1'.)
            
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