Beiträge aus dem Rg-Veda.
235
anarväno liy esliärn
pänthä ädityänäm
ädabdhäh sänti päyävah sugevrdhah
A
Unaufhaltsam sind die Adityäs auf ihren Bahnen, unantastbar
sind sie Hüter, die sich an Wohlfahrt erfreuen (Säyana
erklärt ahinsitfujca santi) man könnte ädabdhäh auch auf päyävah
beziehen; der Ton des Verbum iinitum beruht immer nur darauf,
dass ein Nebensatz zu 8. 18. 1. vorliegt:
idäm ha nündm eshäm
sumnäm bhiksheta märtyah
ädityänäm äpürvyam sävimani
Folgen die Beispiele, wo das Verbum zwischen zwei Subjecten
steht 6. 49. 3
arusliäsya duhitärä virüpe
strbhir anyä pipit^e süro anyä
Vorscliiedengestaltig sind die beiden Töchter des Aruslia
(rocamänasya süryasya Säy.); schmückt sich die eine mit Sternen
so die andere mit der Sonne. Abgesehen davon, dass sich
hier stfbher und stirah gegenüber stehen, und so dieser Fall sich
unter die vorhergehenden einreihen Hesse, lässt sich der Accent
auch dadurch erklären, dass man den zweiten Vers als Nebensatz
fasst
4. 51. 11. täd vo divo duhitäro vibhätir
lipa bruva ushaso yajnäketuh
vayäm syäma yacaso janeshu
täd dyauc ca dhattäm prthivi ca devi
— um das flehe ich zu euch des Opfers kundig (oder
durch das Opfer als meinem Boten) o Morgenröthe, ihr strahlende
Töchter des Himmels; angesehen seien wir unter den Leuten.
Dies mögen der Himmel, die göttliche Erde gewähren. Nach
Analogie von 4- 41. 5 nnd 7. GO. 10 könnte man aber übersetzen:
Angesehen wären wir unter den Leuten, wenn ihr es
gewähret.
Der Wunsch, die Bedingung, ist im Imperativ, der bedingte
Satz steht im Optativ. Bleibt 8. 85. 5
pra pärvatä dnavanta prä gävah
Es dröhnten die Berge, es brüllten die Kühe (tropisch
für die Wolken) und 1, 165, 9