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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 68. Band, (Jahrgang 1871)

mit  raby  für  rab%-i  vergleiche  .man  aind.  gatais,  tais;  10.  plur.
nom.  aller  Genera  te  im  Gegensätze  zu  rabi,  welche  Form
jedoch  auf  das  Russische  beschränkt  ist.  Kein  Unterschied
besteht  —  abweichend  vom  Altindischen  —  im  sing.  nom.  n.,
da  to  wie  dobro  aus  -a-m  zu  erklären  ist,  indem  aus  ta-d  slav.
wohl  te  geworden  wäre.
Der  Unterschied  besteht  demnach  1.  für  den  sing.  gen.
m.  und  n.  in  dem  Casussuffix  go,  worüber  ich  im  LXII.  Band
48  dieser  Sitzungsberichte  gehandelt  habe.  Neben  go  für  aind.
gha  findet  man  ga,  das  aind.  ghä  entspricht:  jega,  koga,  nekoga,
  kojega.  Monumenta  palaeo-slovenica  XI;  2.  für  den  sing,
dat.  und  loc.  m.  und  n.  in  der  Anwendung  des  Elementes
sma,  über  dessen  Entstehung  Scherer,  Zur  Geschichte  der  deutschen ­
  Sprache  268,  eine  Vermuthung  aufstellt.  Wer  die  Anwendung ­
  von  sma  in  der  pronominalen  Declination  zulässt,
wird  gegen  die  Anwendung  von  go  bei  der  Gleichheit  der
Bedeutung  von  sma,  worüber  Bollensen  in  der  Zeitschrift  der
deutschen  morgenländischen  Gesellschaft  22.  627  nachgesehen
werden  kann,  und  gha  kaum  viel  einwenden  können;  3.  finden ­
  plur.  gen.  m.  und  n.  in  dem  Casussuffix  säm,  woraus  zunächst ­
  ha  und  daraus  hi.  entstanden  ist;  4.  für  den  sing,  instr.
m.  und  n.  so  wie  für  den  plur.  gen.,  dat.,  loc.  und  instr.  und
den  dual.  dat.  und  instr.  aller  Genera  in  der  Anwendung  des
Elementes  i,  indem  das  e  der  Formen  temb,  teh r i>,  tem-t,  temi
und  tema  aus  oi  gerade  so  entstanden  ist  wie  peti  aus  poj-ti,
im  Praesens  poja.  Das  Element  i  fehlt  im  dual.  dat.  instr.  abl.
des  altindischen  jäbhjäm.  Alle  übrigen  Formen  werden  wesentlich ­
  nacli  den  auch  für  die  Nomina  geltenden  Regeln  gebildet.
1.  der  sing.  gen.  f.  toje,  jeje  ist  hervorgegangen  aus  den  durch
Anfügung  des  erwähnten  Elementes  i  gebildeten  Themen  toja
und  jeja,  wobei  zu  beachten  ist,  dass  nicht  nur  in  den  lebenden
slavischen  Sprachen  sich  die  aus  ta  und  ja  gebildeten,  auf  ein
älteres  te  und  je  aus  ta  und  ja  zurückweisenden  Formen  te
und  je  finden,  sondern  auch  die  altslovenische  Sprache  von
ja  in  der  zusammengesetzten  Declination  die  Form  je  aufweist:
dobry-je.  Dasselbe  ist  2.  eingetreten  im  sing.  dat.  loc.  f.:  toj
und  jej  sind  aus  toji  und  jeji  von  den  oben  angeführten  Themen
toja  und  jeja  entstanden;  daraus  ergibt  sich  die  Berechtigung
des  Zweifels,  ob  toh  und  ich  wirklich  einsilbig  zu  sprechen
            
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