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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 68. Band, (Jahrgang 1871)

Decretalen  Gregors  IX.,  Innocenz  IV.,  Gregors  X.

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Naso.  Guido  de  Baysio 1  (gui.  de  ba.),  Hostiensis;  Bernardus;
  Egidius  (Fuscararius),  von  dem  er  Quaestiones  vor
Augen  hat; 2  Tancredus  jedoch  nur  nach  Anführungen  von
Petrus  de  Sampsoae,  den  er  P.  de  saxonia  bezeichnet; 3
Goffredus  de  Trano  (Go.);  Vincentius; 4  Laurentius;
Rodoicus; 3  Johannes  de  Deo;  einigemalen  ein  Jo.  ohne
Beisatz,  in  dem  man  wohl  Johannes  Hispanus  finden  darf,
weil  ein  Decretalist  gemeint  ist;  Jo.  d’gu.,  womit  wahrscheinlich ­
  Johannes  de  Anguscllis  gemeint  ist. 6  Die  Glosse  ist
ihm  so  stehend,  dass  er  oft  schlechtweg  sie  mit  glossator  dicit
u.  dgl.  citirt.  Am  häufigsten,,  auf  jeder  Seite  fast  jedesmal,  wo
fremde  Ansichten  aufgeführt  werden,  stehen  Citate  mit  dominus ­
  oder  do’,  do.  ho.  Entweder  ist  bo.  Abkürzung  für  den
Namen,  in  welchem  Falle  damit  wohl  kaum  ein  Anderer  als
1  Guido  de  Baysio  starb  1313;  die  Glosse  zum  Sextus  kommt  hier  nicht
in  Betracht,  da  Boatinus  seinen  Apparat  bestimmt  vor  1398  schrieb.  Es
ist  auch  nicht  an  den  Commentar  zum  Decret  (das  Rosarium)  zu  denken,
dessen  Vorrede  ein  Dcdicationsbrief  des  Guido  als  Archidiaconus  von
Bologna  an  den  Cardinalbischof  Gerhard  von  Sabina  ist.  Da  Guido  139H
Archidiacon  wurde,  so  müsste  man  also  dann  annehmen,  wenn  man  auch
festhielte,  dass  der  Brief  nach  Vollendung  des  Werkes  geschrieben  wurde,
Boatinus  habe  das  colossale  Werk,  das  in  Bologna  geschrieben  wurde,
sofort  erhalten  und  seinen  Apparat  etwa  im  letzten  Jahre  seines  Lebens
als  alter  Mann  gemacht.  Das  ist  offenbar  gewagt.  Es  darf  also  gewiss
angenommen  werden,  dass  Guido  im  Anfänge  seiner  Thätigkeit  bereits
Zusätze  zur  Glosse  oder  dergl.  publicirt  hat.
2  Zu  c.  1.  de  roser.  ,quaestio  domini  Egi.‘,  welche  noch  dauere  und  ,et,  ego
fui  advocatus,  quidam  saecularis  mihi  respondit 1  .  .  .
3  e.  Causam  quae  de  elect.  ,haec  est  etiam  opinio  tancredi,  ut  notat  p.
d’saxonia  in  sua  lectura  super  isto  c.‘
4  Nach  der  Art.  der.Citate  zu  schliessen  scheint  er  dessen  Apparat  zu  den
Decretalen  Gregors  IX.  zu  kennen.
5  Rod.’  im  Codex.  Er  hat  von  ihm,  wie  die  Citate  zu  c.  Cum  Wintoniensis
  und  In  causis  de  elect.  darthun,  eine  Schrift  vor  sich  gehabt.
Im  Prager  Codex  fol.  45b  steht  eine  Stelle  (zu  c.  16.  III.  4.  cum  ad
hoc),  die  ganz  ihm  entnommen  und  am  Ende  mit  der  Sigle  Rody.  versehen ­
  ist.
6  Siehe  die  folgende  Erörterung  über  ihn.  Die  Stelle  zu  c.  Firmiter  1.
de  summa  trin.  lautet:  .ca.  in  iudiciis  hoc  videtur  falsum,  quia  multe
decretales  continent  indulgent.iain,  et  illo  non  debent  allegari  in  iudiciis
per  omnes,  ut  hie  dicitur.  R.  in  glo.  vel  aliter:  iste  decre.  aliquid  continent ­
  propter  indulgentiam  et  illud  debet  allegari:  bo.  vel  aliter:  ille
decre.  per  illos,  quibus  conceditur  indulgentia.  Jo.  d’gu. L
            
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