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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 67. Band, (Jahrgang 1871)

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Höfl  er.

§•  3.
Höhepunkt  der  neurömischen  Macht  und  Herrlichkeit  unter
Makedoniern  und  Komnenen.

Wie  gewöhnlich  im  byzantinischen  Reiche  folgte  auch  auf
den  Untergang  des  isaurischen  Hauses  eine  Periode  raschen
Thronwechsels  und  dauerte  es  einige  Zeit  bis  es  wieder  zu
einer  Dynastie  kam.  Nikephoros,  welcher  die  Kaiserin  Irene
stürzte  und  damit  die  isaurische  Dynastie  beseitigte,  selbst
aber  von  den  Bulgaren  erschlagen  wurde,  Staurakios,  der  beinahe ­
  rascher  beseitigt  wurde  als  er  selbst  Kaiser  wurde,
Michael  Rangabe,  des  letzteren  Schwäger,  waren  nur  vorübergehende ­
  Erscheinungen.  Erst  der  Armenier  Leo  (813—820),
der  den  Ikonoklasmos  erneute,  richtete  das  Reich  wieder  auf,
bereitete  aber  selbst  den  Amorrhäern  (Michael  dem  Stammler,
dessen  Sohne  Theopliilos,  dann  dem  dritten  Michael,  (820—867)
wider  seinen  Willen  den  Weg.  So  hatte  es  genau  genommen
drei  orientalische  Dynastien  gegeben,  die  cappadocische  des
Heraklios,  die  isaurische  Leo’s  und  da  es  der  Armenier  Leo  zu
keiner  Dynastie  brachte,  die  phrygische  der  Amorrhäer  und
gelangten  die  Byzantiner  mit  diesen  vom  siebenten  in  das
neunte  Jahrhundert.  Sie  führten  das  Reich  glücklich  über  seine
schwerste  Krisis  hinüber.  Das  arabische  Reich  hatte  während
dieser  Zeit  seine  Höhe  erreicht,  sich  aber  auch  bereits  gespalten ­
  und  die  Scheidung  der  Abassidenherrschaft  in  Bagdad
und  des  Emirates  von  Cordova  war  nur  der  Anfang  des  Zerfalles ­
  des  einheitlichen  Reiches  in  eine  unbestimmbare  Vielheit
gewesen,  die  freilich  in  dem  gemeinsamen  Kampfe  gegen  die
Christenheit  noch  immer  eine  gewisse  Einheit  bewahrte.  Ja
der  Abreissung  einzelner  Territorien,  dem  Fortschreiten  der
arabischen  Eroberung  war  selbst  in  so  ferne  noch  kein  Ziel
gesetzt,  da  der  grosse  türkische  Volksstamm  einerseits,  die
zahlreichen  Berberstämme  andererseits  vor  Begierde  brannten,
die  Eroberung,  welche  die  Araber  begonnen,  fortzuführen,  sie
in  der  Herrschaft  über  die  moslemische  Welt  abzulösen.
So  standen  die  Verhältnisse  im  IX.  Jahrhunderte,  als  bei
dem  Antritte  der  makedonischen  Dynastie  die  Frage  zwischen
            
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