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Hö fler.
dem römischen Kaiser zu verhindern gesucht, ward seitdem
eine entschieden feindliche. Sie war vermehrt, als erst Langobarden
und die römische Bevölkerung gemeinsame Sache gegen
die ikonoklastischen Kaiser machten, dann aber die Langobarden
ihre eigenen Wege gingen und die Eroberung Italiens zu
vollenden suchten. Bald befanden sich die Päpste als die
eigentlichen Vertreter der römischen Nationalität gegen die
Langobarden wie gegen die Isaurer, zwei Feinden zugleich
gegenüber und selbst der Anschluss an die neuerhobenen karolingischen
Könige Franciens schien längere Zeit nicht hinreichende
Stütze zu gewähren. Da fand sich unzweifelhaft in Francien die
berühmte Schenkung Is. Constantins d. G. an P. Sylvester vor,
welche nicht blos dem Papste und dem römischen Clerus ausnehmende
Privilegien, sondern ersterem-auch den Besitz Italiens,
der westlichen Tlieile des Römerrciches, namentlich der Inseln
zu sicherte. Es ist wohl keinem Zweifel mehr unterworfen, dass
dieses apokryphe Document, welches bis zu Ende des Mittelalters
als ächt anerkannt wurde und auf das die grossartigsten
Prätensionen begründet wurden, wie die heftigsten Anklagen
gegen K. Constantin und den römischen Stuhl, um d. J. 755
entstand, d. h. um die Zeit, als K. Pippin von Francien nach Besiegung
des Langobardenkönigs Aistulf dem römischen Stuhle
die diesem abgenommenen ehemals kaiserlichen Besitzungen zum
Geschenke machte. Wer auch immer das fragliche Document
erfunden hat, er musste wissen, dass dadurch dem römischen
Kaiser und zwar durch einen angeblichen Act Constantin’s die
Herrschaft über Italien abgesprochen wurde, wenn es auch
fast unbegreiflich war, dass ein so wichtiges Staatsdocument
mehr als 400 Jahre ungekannt bleiben konnte. 1 Gal) es doch
damals Briefe des hl. Petrus an den Frankenkönig; warum
sollte es nicht ein Document lv. Constantin’s geben, das allmälig
als ächt angesehen wurde und dann von selbst die
Wirkung hatte, dass die Schenkungen des Frankenkönigs nur
als Restitutionen dessen angesehen wurden, was dem römischen
Stuhle rechtmässig zugehörte. Auf diesen Schlag konnte man
in Constantinopel nicht gefasst sein. Es erfolgte noch ein
1 Und, kann man hinzufügen, dann auf einmal im Lande des neuen Ccmstantin,
in Francien, in mehreren Exemplaren zum Vorschein kam.