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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 67. Band, (Jahrgang 1871)

Neue  Beiträge  zur  Kenntniss  der  zoroastrischen  Litteratur.

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Lobpreis  ferner  sei  Dir,  o  Schöpfer,  dass  ich  von  dieser
Schöpfung  sehe,  dass  dieser  Himmel  hoch,  diese  Sonne  leuchtend ­
  ist,  dass  dies  Feuer  roth  brennt  und  Asche  bringt,  dass
diese  Majestät  des  Königs  und  der  Schatz  des  Besitzes  unversehrt ­
  ist,  dass  diese  Erde  Frucht  trägt,  dieses  Wasser  fliesst,
dass  diese  Bäume  und  Gehölze,  Sträucher  und  Weiden  wachsen,
dass  dieses  Weib  gottesfürchtig,  schöngesichtig  und  glänzend
ist,  dass  diese  Söhneschar  wohl  gewachsen,  süssredend,  billigensund
  lobenswerth  ist,  dass  diese  Freunde  und  Genossen,  Brüder
und  Verwandten  glücklich  sind,  dass  diese  Freude  erquickend,
das  Denken  angenehm,  das  Wollen  gut  ist.  Und  alles  gehört
Dir,  das  blühende,  der  Nutzen,  die  Majestät,  der  Glanz  und
das  Gute  in  dieser  Welt;  und  dem  Reinen  gereicht  es  zur
Hülfe  und  er  besteht  dadurch.
Das  Paradies  werde  ihnen  zu  Theil,  unsterblich  gehe  ihre
Seele  zu  ihm,  er  mache  leicht  den  Gang  zum  Paradies.  Und
den  Vätern  und  Müttern,  Brüdern,  Schwestern,  Verwandten,
meinen  Freunden  und  Glaubensgenossen,  die  gelebt  haben,
den  Grossen  —  ihnen  allen  werde  das  Paradies  zu  Theil,  ihnen
werde  die  Erde  zu  Theil,  ihnen  werden  die  guten  Thaten  der  Erde
zu  Theil.  Und  alles  Denken,  Sprechen  und  Handeln  sei  Gott
angenehm  für  diesen  Gerechten,  Frommen  in  dem  Wandel  der
Gläubigen.  So  sei  es,  so  sei  es  durchaus/

Z.  4  lässt  sich  mit  dem  neupersischen  ,hoch'
combiniren,  wie  Spiegel,  Commentar,  n,  S.  684  gethan  zu  haben
scheint;  vielleicht  ist  es  nur  eine  falsche  Transscription  von
-*oo  (sLco).
Z.  7,8  L-gJ  Das  erstere  übersetze  ich  nach  dem
Neupersischen  als  .Breite',  das  zweite  halte  ich  für  eine  eigenthümliche
  Transscription  von  -“>A>  ,Länge'.
Z.  9  hier  und  S.  835,  14  steht  für  (ro«y?)  von
der  Wurzel  tap\  davon  S.  829,  21  ,mit  Glanz  begabt'.
Z.  10  ist  hier  der  pazandische  Vertreter  von  Auf
die  Form  des  Wortes  dürfte  die  Analogie  von  Einfluss
gehabt  haben.
            
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