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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 67. Band, (Jahrgang 1871)

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Sachau.

Verehrung,  Lob  und  Preis,  Ausübung  des  Reinen  und  Guten
mögen  sie  bringen  zum  Schöpfer  Ormazd  und  den  Ainshasfands,

Mögen  sie  (nicht)  über  irgend  etwas  weinend  fortgehen  aus
diesem  Hause  von  uns  allen,  die  wir  Ormazd-Verehrer
sind/
Ihr,  die  ihr  Myazd  opfert,  jeder  einzeln,  Mann  für  Mann,
jeder  besonders,  die  Ihr  bei  dieser  Anbetung,  diesem  Opfer
und  Lobpreis  mit  allen  gemeinschaftlich  gehandelt,  jeder,  der
Weib  und  Kind  hat,  möge  mit  langem  Leben,  mit  lange  dauernder ­
  Kraft  existiren;  jedem,  der  solche  nicht  hat,  möge  Gott
sie  erschaffen.  Bis  zu  150  Jahren  und  nach  150  Jahren  ununterbrochen ­
  bis  zum  siegreichen  Siyoshäns  existire  das  Geschlecht. ­

Ihr,  o  Gläubige,  seid  beständig  in  Freude  und  Festlichkeit,
und  es  sei  Euch  Haar  auf  dem  Haupt,  Wein  und  Becher  in
der  Hand,  im  Arm,  liebliche  Töne  im  Ohr,  Freundesfreude ­
  in  Eurer  Versammlung.  Den  Gläubigen  sei  zu  eigner
Befriedigung  Freude  am  Schaffen  und  Wirken,  das  auf  das
schnellste  geschehen  muss,  bis  dass  komme  jener  Mann,
der  Ordner  der  Gerechtigkeit,  der  Reformator  der  Welt,  der
Vollbringer  reiner  Thaten,  der  Mann  Oshedar,  Sohn  des  Zartusht,
  und  Peshöten,  Sohn  des  Gushtasp  und  Bahräm  der  Starke.
Schnell  kommen  sie  herbei  zur  Offenbarung  des  Gesetzes,  eilen
herbei  zur  Gerechtigkeit  des  guten  Gesetzes.
Mit  Ormazd,  dem  erhabenen,  sei  das  Gesetz  verbunden.
Der  Zustand  guten  Gesetzes,  guter  Herrschaft  möge  im  Lande
Eran  zunehmen.  Den  Gesetzesträgern  komme  Gutes  vom  Gesetz ­
  bis  zu  dem  Kommen  jenes  Mannes,  des  Ordners  der  Gerechtigkeit, ­
  des  Reformators  der  Welt,  des  Vollbringers  reiner
Thaten,  des  Mannes  Oshedar,  des  Sohnes  Zartusht’s,  und  Peshoten’s,
  des  Sohnes  Gushtäsp’s  und  Bahräm’s,  des  Starken.
Das  Gesetz  des  gesegneten  Königs  mache  die  Zeit  zugleich
über  alle  guten,  rechtgläubigen,  mit  dem  Kusti  bekleideten  in
den  sieben  Theilen  der  Erde  günstig  und  von  gutem  Zeichen.
Sie  seien  unterthan  dem  Erhalter,  dem  Ernährer;  die  bösen
seien  unterthan  dem  schlagenden,  dem  vernichtenden,  damit
die  Guten  Befriedigung  erlangen.
            
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