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eine in den Schluchten Isauriens gefundene Dynastie im Besitze
des Staates, der die Welt bedeutete. Schon ehe der Einbruch
der Araber erfolgte, hatte sich durch den monopliysitischen
und monotheletischen Streit ein Theil des christlichen Orientes
von Constantinopel getrennt und seinen Schwerpunkt fern von
dem Centrum des Reiches gesucht. Die geistige Ausscheidung
war der politischen vorangegangen und hatte diese nicht wenig
gefördert. Die arabische Herrschaft brachte dann dem Theile
der Bevölkerung, welcher an den religiösen Streitigkeiten Ekel
fand, die Einmischung der Kaiser in dieselben verabscheute,
die daraus erfolgte Zerrüttung des Reiches beklagte, eine Art
von Staats- und Religionsideal an der einförmigen moslemischen
Militärherrschaft mit ihrem unbedingten Gehorsam in weltlichen
und geistlichen Dingen. Der vierfach geflochtene Strick setzte dort
allem unnöthigen Raisonniren ein gleichmässiges Ziel. Der ixnumschränkte
Wille eines Einzelnen, die Rückkehr zum Absolutismus
galt bei der zunehmenden Auflösung des römischen
Reiches bald als einziges Mittel der Rettung, als eine Allen verständliche
Panacee. Es lag etwas Natürliches darin, dass auf
die grosse orientalische Concilienperiode, welche seit vier Jahrhunderten
andauerte und doch die Spaltung eher vermehrt als
vermindert hatte, eine Art von christlichem Chalifate nachfolgte,
auf die bisherige freie Bewegung der Repräsentanten der Christenheit,
welche die Häresien doch eher vermehrt als bewältigt
hatte, Ein fester, entscheidender, oberster Wille sich geltend
machte. Je mehr aber sich die Isaurer diese Aufgabe stellten
und die ikonoklastischen Kaiser durch Niederwerfung der
Scheidewand zwischen Moslim und Christen letztere den ersteren
näher brachten und ihrem Reiche die Spannkraft des Chalifates
zu geben suchten, desto mehr schieden sie das christliche und
römische Abendland von dem Mittelpunkte ihrer Herrschaft
und stiessen sie so jenen Theil ab, in welchem doch bisher die
Wurzeln des eigenen Reiches zu suchen waren. Das rücksichtslose
Vorgehen nach einem Princip, welches seine Berechtigung
auf das Schwert stützte und an Septimius Severus und
Caracalla erinnerte, der ikonoklastische Doetrinaerismus des
VIII. Jahrhunderts trennte mehr als alles andere das römische
Reich von seinem abendländischen Theile, setzte es überhaupt
in einen Zwiespalt mit dem zukunftreichen Occidente und