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S achau.
so wird diese Behauptung durch den Umstand paralysirt, dass
überall da, wo die von Spiegel benutzte Pariser Handschrift
des Minöikhirad wa hat, die Londoner Handschrift g (gu, ga)
setzt, dass überhaupt der Wechsel von v und g (zu Anfang),
wie so vieles andere lediglich von der Willkür des Schreibers
abhängt; vgl. a. a. 0., S. 129, 21 neben öS Z. 24.
Man würde sich irren, wenn man nach dem vorstehenden
glaubte, dass diese Versionen überhaupt werthlos seien; sie
sind im Gegentheil dem Philologen ein sehr schätzbares Hiilfsmittel
für die Interpretation zandisch geschriebener Texte; sie
können selbst von primärer Bedeutung sein, wenn die betreffenden
Originale nicht erhalten sind. Im folgenden gebe ich
einige Beiträge zur Kenntniss dieses Theils der zoroastrischen
Litteratur, die aus den Handschriften des Brittischen Museums
und der Bodleyana gesammelt sind.
In der Handschrift des Brittischen Museums, Add. 8996
(vgl. meine Contributions, 1 S. 47) finden sich neben anderen
Stücken fünf pazandisch geschriebene Gebete, die zum Theil
zu bestimmten liturgischen Zwecken gedient zu haben scheinen;
Format und Schrift sind sehr klein. Die Handschrift stammt
wahrscheinlich aus Persien und ist geschrieben von ,Kaikobad
dem Sohn des seligen Rustam, des Sohnes LuhraspV im Jahre
1223 (A. D. 1808). 2 Der Inhalt derselben ist ohne selbständige
Bedeutung; sie scheinen lediglich aus Reminiscenzen aus
dem Avastä, besonders dem Khurda-Avastä zusammengesetzt
zu sein. Die zandischen Originale derselben sind nicht bekannt;
und wenn ich es trotzdem unternommen habe, drei derselben zu
übersetzen, und zu erklären, so geschah es in der Absicht, die
Abhängigkeit solcher Schriftstücke von den zandischen Originalen
darzulegen, die Möglichkeit der Reconstruction eines zandischen
Textes aus einer pazandischen Version an einem
Beispiel zu zeigen, und schliesslich auf die Eigenheiten der
Transscription, auf das fehlerhafte und willkührliche derselben
1 Journal of the Royal Asiatic Society 18G9 July. >
2 Wie ich aus befreundeter Mittheilung erfahre, sind die Handschriften Add.
8994, 8995, 899G, 8997 bereits 1832 für das Museum erworben. Demgemäss
sind meine Daten (Contributions, S. 49 zu Add. 8994, S. 47 zu Add.
8996) zu berichtigen; es ist nach der Hijra, nicht nach der Yazdagirdischen
Aera zu rechnen.