Neue Beiträge zur Kenntniss der zoroastrischen Litteratur.
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Rede ist. Berücksichtigt man ferner, dass Päzand wegen der
Etymologie als etwas zu Zand in einem bestimmten, nahen
Verhältniss stehendes gedacht werden muss, so liegt die Vermuthung
nahe, dass unter Päzand die Lesung, eventuell Transscription
des Zand in eranischer, dem Laien verständlicher
Sprache gemeint sei, mit andern Worten, dass Uzvaresch und
Päzand, wie sie der Etymologie nach auf dasselbe hinauszukommen
scheinen, so auch sachlich dasselbe bezeichnen.
Im Verlaufe der Untersuchung haben sich zwei unbekannte
Grössen x und y ergeben, zu deren Deutung wir zurückkehren
müssen. Die Sprache des Zand (x) ist diejenige, welche Spiegel
in seiner Grammatik der Huzväresch-Sprache beschrieben, und
die man bisher Palilavi genannt hat. Wenn man nun diese
Sprache in der Form, in der sie überliefert ist, als ein organisches
Ganzes auffasst, so hat man einen Dialect, der semitisches
Sprachmaterial eranisch flectirt, und nach den Principien
eranischer Wortbildung und Syntax behandelt. Das semitische
Material ist ostaramäisch, neben demselben kommt aber auch
eranisches vor, und zwar um so mehr, je jünger die Schriften
sind. Dieser eranische Dialect ist verschieden von dem Neupersischen,
und kann auch nicht als ein älterer Verwandter
directer Linie angesehen werden; ob er die Mundart des alten
Medien, also Palilavi war, ist zwar möglich, aber bislang noch
nicht erwiesen. Nach der entgegengesetzten Ansicht haben wir
in x zweierlei zu unterscheiden: als Grundlage und ursprünglichste
Form einen rein aramäischen Dialect, der noch untermischt
in den Hägiäbäd-Inschriften erhalten sein soll; zweitens,
einen rein eranischen Dialect, der in der Schrift überall da,
wo er nicht in ganzen Vocabeln auftritt, nur durch die flexivischen
Endsilben der Wörter oder durch einzelne Buchstaben
am Ende derselben angedeutet wird. Dies letztere ist die
Sprache des Uzvaresch, deren Heimat und Entstehungsperiode
noch nicht nachgewiesen ist. Nach der einen, wie der andern
Ansicht sind wir genöthigt, unser x in ein semitisches x und
ein eranisches x zu zerlegen; nach der ersteren wäre eranisch x
verschieden von y (der Sprache des Uzvaresch), während nach
der zweiten beide sich decken. »Spiegel hat die Sprache des
Uzvärash in seiner Grammatik der Pirsi-Sprache beschrieben;
da aber Pärsi speciell den Dialect der Provinz Färs, das Neu-Sitzb.
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