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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 67. Band, (Jahrgang 1871)

Neue  Beiträge  zur  Kenntniss  der  zoroastrischen  Litteratur.

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eine  Form  Huzvärescli  ist  überhaupt  nicht  überliefert,  sondern
Uzvdresch  oder  ’Uzväresch,  je  nachdem  man  das  Wort  für  ein
eranisches  oder  semitisches  ansieht.  Die  Form  Huzvärescli  ist
der  Etymologie  (liu-zaothra)  zu  Liebe  gemacht.  Dass  der  erste
Theil  des  Wortes  I  hu  sei,  kann  ich  deshalb
nicht  annehmen,  weil  das  h  in  hu  niemals  wegfällt,  man  also
eine  Form  oder  erwarten  würde:  auch  bleibt
die  Variante  bei  dieser  Annahme  unerklärt.  Zweitens
kann  es  wohl  keinem  Zweifel  unterliegen,  dass  die  Endung  in
die  im  Mitteleranischen  so  häufige  Abstractendung  ist,
die  im  neupersischen  (jiölo  ,  g4j  P  I  etc.  vorliegt.  Wenn  wir  nun
auch  die  Existenz  eines  Wortes  huzavär,  ,mit  guter  Kraft
versehen,  stark',  zugeben  wollen,  so  müssen  wir  es  als  eine
Utopie  bezeichnen,  dass  man  ein  Abstractum  ,Stark-sein,
Stärke'  als  den  Eigennamen  einer  Sprache,  eines  Dialectes  gebraucht ­
  habe.
Das  einzige  zuverlässige,  was  wir  über  das  Wort  (jLl.d
wissen,  ist  die  bekannte  Notiz  von  Ihn  Mukaffa',  s.  Haug,
Essay  on  Pahlavi,  S.  38.  Zu  den  beiden  von  ihm  gegebenen
Beispielen  ist  noch  ein  drittes,  ebenso  unzweideutiges  in  dem
Pahlavi-Päzand  Glossary,  S.  17  (vgl.  Essay,  S.  40)  hinzugekommen; ­
  auf  diese  Stelle  muss  ich  hier  eingehen,  da  sie  von  dem
Herausgeber  Dastur  Hoshangji  gegen  die  Auctorität  der  Handschriften ­
  verunstaltet,  in  der  Uebersetzung  nicht  verstanden
und  deshalb  von  Lagarde  (a.  a.  0.  S.  1466)  nicht  als  Zeugniss
zugelassen  ist.  Das  Lexicon  hat  eine  Glosse,  die  nach  handschriftlicher ­
  Tradition  lautet:  luooen  nei  £4
Dei 1  Schreiber  fügte  etwas  hinzu  und  war  ehrlich  genug,  sicli
selbst  als  den  Urheber  dieser  Note  zu  bezeichnen.  ££  ist  in
£  zu  ändern  und  die  Glosse  ist  zu  übersetzen:  ,Von  dem
Schreiber:  ImUzväreseh  entspricht  dem  yaktibüntan  ^XAa.3,'  1
wie  Ibn  Mukaffa"  erzählt,  dass  im  Uzvaresh  für  lahmä  ^b,
für  b  i  s  r  ä  yS'  gelesen  werde.  ■  Auf  Grund  der  Auctorität
Ibn  Mukaffa's  kann  man  behaupten,  dass  .0  nicht  der  Name
einer  Sprache  ist,  sondern  (wahrscheinlich  mit  der  Bedeutung-  von
,Erklärung')  dasjenige  bezeichnet,  was  statt  des  geschriebenen

1  Neuporsiscli:  G^^yy^  SckÄ.w-^3
            
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