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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 67. Band, (Jahrgang 1871)

Ueber  den  iberischen  Stamm  der  Indiketen  und  seine  Nachbarn.

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steiler  zu  Grunde  gelegt  werden.  Indem  wir  hier  von  denjenigen ­
  Karten  ab  schon,  welche  blos  den  Zweck  haben,  die
Anschauungsweise  dieses  oder  jenes  Autors  darzustellen,  soll
nur  auf  drei  verschiedene  Entwürfe  Rücksicht  genommen
werden.  Auf  der  Karte,  welche  Ukert  seinem  bekannten
Werke  beigefügt  hat,  fehlen  die  Fitani,  Bergistani  und  Castelluni ­
  gänzlich;  dagegen  wird  der  Raum  zwischen  den  Cerretani
und  A.usetani  durch  die  Laeetani,  zum  Theil  durch  die  Ilergetes
  eingenommen.  In  dem  Atlas  von  Spruner 133  sind  die
Cerretani  von  den  Indiketen  durch  die  im  Rücken  der  letzteren ­
  wohnenden  Castellani  getrennt;  südlich  von  diesen  sind
dann  die  Wohnsitze  der  Bergistani  und  sodann  in  gleicher
Richtung,  aber  bis  zum  Meere  sich  hinziehend,  die  der  Ausetawi
  verzeichnet;  südlich  von  diesen  wohnen  längs  der  Küste
vom  Larnus  bis  Rubricatus  und  eine  kleine  Strecke  weit  nach
dem  Innern  zu:  die  Laeetani,  nordwestlich  von  ihnen  bis  zu
den  Pyrenäen  die  Laeetani,  an  welche  dann  als  westliche  Nachbarn ­
  die  Jaccetani,  als  südwestliche  die  Ilergetes  stossen.  Es
fehlen  hier  also  nur  die  Fitani,  die  man  wohl  leicht  entbehren
kann.  Im  Gegensätze  zu  Spruner  lässt  Kiepert 134  die
Castellani  im  Süden  der  Ausetani,  nördlich  von  ihnen  die
Bergistani  und  an  den  Pyrenäen  im  Rücken  der  Indiketen  die
Cerretani  wohnen.  Für  den  Stamm  an  der  Meeresküste  vom
Larnus  bis  Rubricatus  hat  Kiepert  der  Bezeichnung  Laeetani
die  Benennung  Läletani  vorgezogen  und  überweist  die  Gegend
westlich  von  ihnen  und  zwar  in  dem  ziemlich  geringen  Umfange ­
  eines  Theiles  des  Flussgebietes  des  Sicoris  den  Jaccetani,
so  zwar,  dass  durch  sie  die  Laletani  von  den  Ilergetes  getrennt
werden.  Bei  diesem  Gegensätze  zwischen  den  beiden  Geographen ­
  kommen  die  vier  castellanischen  Städte  in  ganz  verschiedene ­
  Gegenden  zu  liegen;  dort  in  die  Nähe  der  Pyrenäen,
hier  zwischen  die  Flüsse  Alba  und  Larnus.  Von  keiner  dieser
Städte  hat  ausser  Ptolemäus  ein  Autor  eine  Meldung  gemacht  und
es  bietet  sich  auch  höchstens  für  Besecla  ein  sehr  schwacher  Anhaltspunkt ­
  in  dem  heutigen  S.  Juan  de  las  Badesas,  denn  der

133  Spruner,  Atlas  antiqüus.  Gotli.  1850.
134  Kiepert,  Beitrag  zur  alten  Geographie  der  iberischen  Halbinsel.  (Monatsberichte ­
  der  k.  Akademie  der  Wissenschaften.  Jalirg.  1864.)
            
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