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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 67. Band, (Jahrgang 1871)

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riiil  lips.

haften  Fitani,  nach  diesen  die  Lncetani,  während  der  Name
Jaccetani  ihm  unbekannt  zu  sein  scheint 127 ;  den  Lacetani  weist
er  die  Wohnsitze  am  Rubricatus  an.  Dagegen  kennt  Ptolemäus,
zwar  die  Laeetani  am  Meere  l2S ,  aber  keine  Lacetani;  er  nennt
jedocli  die  Cerretani  und  zwar  als  die  am  weitesten  östlich  wohnenden ­
  12!l ,  an  sie  schliessen  sich  die  Ausetani 130  und  an  diese
südlich  die  Castellani  an;  die  vier  oben  genannten  -  Städte
derselben  bezeichnet  Ptolemäus  als  iroXe«;  p.sao-fEioi 131 ,  wodurch
zwar  nicht  absolut,  aber  doch  als  höchst  wahrscheinlich,  dies
Land  als  nicht  bis  zum  Meere  sich  erstreckend  anzusehen  ist.
Denn,  der  Gang  der  Darstellung  des  Ptolemäus  ist  der,  dass
er  bei  der  Provincia  Tarraconensis  zuerst  die  Städte  an  der
Meeresküste  angibt  und  sodann  zu  denen  des  Binnenlandes
übergeht.  Dies  veranlasst  ihn  von  den  Edetani,  Ilercaones,
Laeetani  und  Indigetes  zweimal  zu  reden,  weil  sich  bei  diesen
Völkern  sowohl  Küsten-  als  auch  Binnenstädte  vorfanden,  von
den  Castellani  aber  ist  nur  einmal  in  der  angegebenen  Weise
die  Rede  132 .
Bei  diesen  lückenhaften  Nachrichten  ist  es  sehr  schwer,
sich  eine  klare  Vorstellung  von  den  Wohnsitzen  selbst  dieser
geringen  Anzahl  von  Völkern  zu  machen.  Daher  fallen  auch
die  Kartenzeichnungen  sehr  verschieden  aus,  je  nachdem  bei
denselben  die  Angaben  des  einen  oder  andern  der  alten  Schrift-127
  Wenn  Farbiger,  Alte  Geographie  Bd.  3.  S.  76  sich  auf  Plinins  als
Zeugen  für  die  Jaccetaner  beruft,  so  muss  dies  auf  einer  Variante  beruhen. ­
  Die  Ausgaben  von  Jahn  und  von  Detlefsen  haben  indessen  eine
solche  nicht  verzeichnet.
128  ptol.  II.  5.  p.  120;  20.  132;  17.
128  Ptol.  II.'  5;  p.  131;  17:  ’Ttco  oe  roiirou;  ’IXeppjTa?  dvaroIuxm-raToi  p£V
eia!  hE^pijTavo!.
1 30  Ptol.  1.  c.  p.  131;  20:  ’lv/öpEvoi  S’aÜTuto  äjtb  Suasto?.  Klar  scheint  dem
Ptolemäus  die  Topographie  dieser  Gegenden  auch  nicht  gewesen  zu  sein;
östlich  von  den  Ilergeten  wohnen  ihm  die  Cerretaner  und  westlich  von
diesen  die  Ausetaner.  Das  wäre  wohl  denkbar,  wenn  die  Cerretaner  eine
weit  ausgedehnte  Grenze  nach  Westen  gehabt  hätten;  es  bleibt  daher
kaum  etwas  Anderes  übrig,  als  die  Ausetaner  südwestlich  von  den  Cerretanern
  zu  setzen.
131  Ptol.  1.  c.  p.  131;  26.
132  Allerdings  ist  dies,  wie  bemerkt,  nicht  entscheidend;  von  den  Ausetani
werden  auch  nur  Binnenstädte  erwähnt,  und  doch  könnten  ihre  Wohnsitze ­
  sich  bis  zum  Meere  erstreckt  haben.
            
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