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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 67. Band, (Jahrgang 1871)

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Phillips.

unterzogen  haben,  wurde  von  mehreren  kleinen  Völkerschaften
bewohnt,  deren  Namen  mit  wenigen  Ausnahmen  sich  als  durchaus ­
  iberisch  kundgeben.  Das  Gleiche  gilt  auch  von  den  meisten ­
  Städten,  wenn  gleich  hier  manche  griechische  und  wohl
auch  phönizisclie  Vorkommen.  Das  Ländchen  selbst  gehörte
nach  der  politischen  Eintheilüng,  welche  Hispanien  von  den
Römern  erhalten  hatte,  zu  der  Provincici  Tarraconensis  und
zwar  zu  demjenigen  der  sieben  Conventus  juridici  derselben,
welcher  ebenfalls  nach  der  Hauptstadt  den  Namen  führte.
Der  näheren  Bestimmung  der  Wohnsitze  jener  Völkerschaften ­
  stehen  nicht  unerhebliche  Schwierigkeiten  im  Wege.
Obgleich  die  Aufgabe  dieser  Abhandlung  zunächst  nur  in  der
Feststellung  der  Toponymie  besteht,  so  kann  man  doch  auch
die  geographischen  Bedenken,  welche  sich  hier  geltend  machen,
nicht  ganz  bei  Seite  lassen,  so  wenig  man  auch  Hoffnung  hat,
dieselben  zu  heben.
Wenn  man  hier  zunächst  die  alten  Schriftsteller  befragt,
so  gibt  Strabo  die  Namen  der  Indiketen,  Cerretaner,  Läetaner
(Larnoläetancr)  und  Jaccetaner  an;  die  übrigen  der  hier  in
Betracht  kommenden  Stämme  der  Ausetaner,  Bergistaner
u.  s.  w.  bezeichnet  er  nur  indirect  dadurch,  dass  er  von  den  Indiketen ­
  sagt,  sie  bestünden  aus  vier  kleineren  Stämmen  11Ä .
Die  Cerretaner  nehmen  westlich  von  den  Indiketen  und  östlich
von  den  Jaccetanern,  die  Gegend  längs  den  Pyrenäen  ein.
Strabo 111  hebt  bei  dieser  Gelegenheit  hervor,  dass  der  hispanische ­
  Abhang  jenes  Gebirges  im  Gegensätze  zu  der  kahlen
gallischen  Seite,  •  reich  an  stets  grünenden  Bäumen  sei.  Er
rühmt  ferner  den  fruchtbaren  Boden,  so  wie  die  guten  Häfen
des  läetanischen  Landes  115  und  sagt  von  den  Jaccetanern 116 ,
dass  sie  eines  der  angesehensten  unter  denjenigen  Völkern
seien,  welche  die  Gegenden  von  den  Pyrenäen  abwärts  nach
dem  Iberus  hin  bewohnen,  insbesondere  bemerkt  er  von  ihnen,
dass  ihr  Land  an  das  der  Ilergeten  anstosse  und  gleich  diesem
der  Schauplatz  des  sertorianischen  Krieges  gewesen  sei.  Als
113  Strabo.  III.  4.  §.  1.  p.  129.  §.  8.  p.  132.
•w  Strabo  1.  c.  §.  11.  p.  154.
115  Strabo  1.  c.  §.  8.  p.  132.
116  Strabo  1.  c.  §.  10.  p.  133.
            
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