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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 67. Band, (Jahrgang 1871)

Ueber  den  iberischen  Stamm  der  Indiketen  und  seine  Nachbarn.

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will,  so  wäre  vom  Standpunkte  der  Sprache  nicht  viel  dagegen ­
  einzuwenden.  Bedenken  würde  jedoch  die  Lage  erregen, ­
  sobald  man  einen  Zusammenhang  mit  Eodose  annehmen
wollte.  An  einen  solchen  zwischen  Rodose  (Sagunt)  und  Sisapo
zu  denken,  hat  auch  seine  Schwierigkeit;  denn,  abgesehen  von
der  bedeutenden  Entfernung  der  beiden  Städte  von  einander
und  den  Hindernissen  der  Communication  zwischen  ihnen,
scheint  doch  auch  nicht  angenommen  werden  zu  dürfen,  dass  die
Schlusssilbe  von  Sisapo  in  der  Legende  ganz  und  gar  hinweggefallen ­
  sein  sollte 79 .  Gegen  Seterrae  würde  die  Lage  nicht
sprechen,  eher  noch  die  Analogie  mit  Beterrae,  welches  iberisch
P'tare  lautet,  ohne  dass  ein  Sibilant,  wie  das  z  in  Sezr  gehört
würde;  dürfte  man  sich  darüber  damit  hinwegsetzen,  dass  in
der  modernen  Form  für  Beterrae,  in  Beziers,  ein  solcher  Sibilant ­
  hervortritt  ?
b.  Iiflh.
Es  gibt  mehrere  Exemplare  einer  iberischen  Münze  so ,  deren
Vorderseite  das  unbedeckte  Haupt  eines  Mannes  darstellt,  während ­
  auf  der  Rückseite  das  Bild  eines  Reiters  mit'  der  Legende
-ETIh  sich  befindet;  dort  hinter  jenem  Haupte  scheint  noch
der  Vordertheil  eines  Schiffes  oder  ein  Stück  eines  Steuerruders ­
  ahgebildet  zu  sein.  Zwei  der  Zeit  nach  von  einander
entfernt  liegende  Nachrichten  sind  von  Boudard  mit  diesen
Münzen  in  Verbindung  gebracht  worden 81 .  Avienus 82  nämlich ­
  erwähnt  an  der  nordöstlichen  Küste  Hispaniens  einen  Ort
Cypsela,  welchem  der  neueste  Herausgeber 83  jenes  Schriftstellers ­
  nordöstlich  von  Gerunda  seine  Stelle  anweist.  Im  zehnten ­
  Jahrhundert  dagegen  wird  in  einer  Urkunde  des  französischen ­
  Königs  Lothar  vom  Jahre  968  eines  Ortes,  Namens  Jecsalis,
gedacht,  welcher  späterhin  unter  der  Bezeichnung  S.  Felix  de
Guixols  erscheint 84 ;  derselbe  ist  am  Meere  etwas  südlich  von

70  Zudem  liat,  man  Münzen  dieser  Stadt,  auf  welchen  der  Name  ganz  ausgeschrieben ­
  ist.  S.  Lorichs  a.  a.  O.  PI.  LX.  6.
80  Boudard  a.  a.  O.  PI.  XIII.  14.
81  Boudard  a.  a.  O.  p.  204.
82  Avienus,  Ora  maritim,  v.  327.
83  Müllenhoff,  deutsche  Alterthumskunde.  Bd.  1.  S.  175.
84  S.  Petr,  de  Mar  ca,  Marca  Hisp.  p.  104.

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